Dienstag, 30. Oktober 2007

Krippenspiele, 2. Akt


Nach dem Leimen wird gebeizt und der Futtertrog eingeklebt












Wobei ich feststellen musste, dass ich absolut Mist gebaut hatte. Die Rückwand sollte niedriger sein als die Front, und der Futtertrog war so hoch, dass die Kühe davor verhungert wären.
Also gleich verbessert.









Der Stallboden wurde dann mit Stroh aus Kokosfasern bestreut. Das Futter besteht aus Woodland Foliage.











Seitenteile aufgeleimt ......












.... dann ab zur ersten Stellprobe.













Nachdem das Ställchen nun schon einige Tage auf meinem Schreibtisch gefällt es mir irgendwie nicht mehr so gut.
Die Bretter sind zu breit und auch zu dick. Dadurch wirkt das ganze etwas grobschlächtig. Ich habe 0,75mm (1/32") Balsa auf Bestellung. Wenn das Holz da ist, werde ich den Stall vielleicht neu bauen.
Mal sehen....

Krippenspiele

Ich hatte das Ställchen schon auf dem Spassbahner vorgestellt, doch entbehrte der Baubericht noch einer deutschen Übersetzung. Hier isser nu in deutsch.
Zunächst mal das Vorspiel: Einer der Gründe, warum ich mein anlagenthema in die USA verlegte, sind die lasergeschnittenen Holzhäuser, die hier angeboten werden. Diese sehen einfach superb aus, doch bin ich der Meinung, dass man sowas - etwas weniger fein - selbst bauen kann.
Mein erster, lahmer, Versuch ist ein Feldstall für Maggie's Farm.
Das Material dafür sind Bastelhölzer aus dem Bastelladen. ich habe Brettchen in etwa 5x1x140 und Eiscremestiele 20x1x150. Zusätzlich verwende ich Bambus Spiesschen, die zum Verschliessen von gefüllten Gänsen oder Rollbraten gedacht sind. Für Etwa fünf Dollar habe ich genug Baumetarial, um das Ställchen in Grossserie herzustellen.


Auch die Liste an benötigten Werkzeugen ist sehr übersichtlich: Ein Stahllineal, Geodreieck, scharfes (!) Bastelmesser (runde Klinge ist am besten), eine Stabile Schere, ein paar Wäscheklammern, ein Seitenschneider und Holzleim oder Sekundenkleber.






Wir beginnen natürlich mit dem Fundament.
Dazu werden zwei der Eiscremestiele auf 40mm gekürzt und auf zwei Brettchen geklebt.











Während das Fundament trocknet, wird der Rahmen für die Vorderseite geleimt. Stecknadeln halten das ganze in Form.
Profis verwenden Klebeband statt der Nadeln, das war mir aber zu pappig.










Gleichzeitig entsteht die Rückwand.










Um die Winkligkeit der Teile beim Zusammenbau zu garantieren, verwende ich diese geniale Lehre.












Die Rückwand ist auch angeleimt,












Während Seitenwände ...













... und Dach entstehen.













Fortsetzung folgt.....

Schaum on Video

Ed Kapuscinski hat übrigens eine kleine Videoserie auf Youtube gesetzt, die einen sehr guten Einblick in die Bearbeitung von Styrodur gibt. Die Gesamtdauer der Filme leigt bei etwa 50 Minuten. Natürlich sind sie in Englisch, aber die Bilder zeigen sehr gut, worum es geht, so dass auch trotz schlechter Zungenfertigkeit ein gewisser Lernerfolg eintreten kann.
Ich hätte die Videos natürlich hier einbetten können, dann wäre die Seite aber nie fertg geworden mit Laden.

Ausserdem würdet ihr dann Ed's absolut sehenswerte Website verpassen.

... und zum Dritten

Mit Fliegengitter und Gips kann man also herrlich fliessende Landschaften darstellen. Aber was tut man für schroffe Felsen?
Dafür nimmt man Styrodur ... und wenn man das nicht kriegt? - Styropor!
Wenn man das Zeug zerkrümelt, gibt das eine hervorragende Basis für eine Landschaft (kann aber auch eine hervorragende Sauerei geben - Staubsauger bereit halten!)

Hier mal am Beispiel eines Dioramas, das ich zwischendrin gebaut hatte.

Styroporlandschaft


Und so sieht das ganze nach Begipsen, Bemalen und Begrünen aus:
Zum Kleben verwendet man lösungsmittelfreien Leim. Unser Elmer's leistet da hervorragfende Dienste. In Deutschland wird es wohl der venerable Ponal sein.
Die Oberfläche wurde mit Gips und Fertigspachtel bearbeitet. Für grössere Löcher mischte ich ich (unbenutztes!) Klopapier in den Gips. Bemalt wurde das Diorama mit simplen Acrylfarben (dazu mehr später).

Aber es gibt noch einen anderen Weg, leichtgewichtige Felsen zu bauen: Im Floristenbedarf oder Bastelladen gibt es Floristenschaum in Klötzen. Aber Preise vergleichen: In der Plastikblumenabteilung unseres Supermarktes zahlte ich einsfuffzich dafür, die Floristin wollte 6 Dollar das Stück haben!
Diese Klötze lassen sich mit den einfachsten Mitteln bearbeiten: Zum Schneiden nimmt man Küchenmesser, Laubsäge, Metallsäge, ... Details kann man herausarbeiten mit Schraubenzieher, Lineal, Messer, Fingernägeln,..... Geklebt wird wieder mit Holzleim.
So sieht das dann zu Anfang aus:
Und hier nachdem die erste Gipsschicht aufgepinselt worden war.

Links an der Brücke wurden kleine Schnipsel eingearbeitet. Das sieht dann später schön felsig aus. Überhaupt lässt sich das Zeug hervorragend recyclen: Schnipsel dienen als Füllstücke woanders, und das Sägemehl lässt sich hervorragend mit Streugras mischen .... also nix umkommen lassen.

Schaumschlägerei, die zweite

Eigentlich mehr ein Addendum zur vorherigen Story: Bei kleineren Fächen verwende ich kein Fliegengitter. Vor allem wenn man schlecht rankommt ist es eine Qual mit dem Aluzeug. Statt dessen verklebe ich das Käsetuch mit den Spanten. Nach dem Gipsen wird das stabil genug.

Sonntag, 28. Oktober 2007

Schaumschlägerei

Was da im letzten Bericht aussah wie Ausgrabungen römischer Katakomben, sind meine Spanten.
Aber wieso weiss? - Weil's Styropor ist.
Der Rahmen von der ganzen Anlage ist mittlerweile verdammt schwer geworden. Ich wollte anfangen Gewicht zu sparen.
Am Liebsten hätte ich ja mit Dämmschaum gearbeitet. Dämmschaum ist so ziemlich die beste Erfindung seit Schnittbrot. Es ist billig, einfach zu verarbeiten - und leicht. Es hat nur einen Riesen Nachteil: Es ist auf der Insel nicht zu kriegen.
So musste ich mir dann eine Alernative einfallen lassen. Wenn's nicht mt Styrodur geht, dann vielleicht mit Styroform? Naja, nicht so wie geplant. Es liess sich nicht so in Lagen verarbeiten wie Styrodur.
Das Ergebnis meiner Gedanken war eine Zwittermethode: Für sanftere Hügel baute ich Spanten aus Styroform, die dann mit Fliegengitter, Käsetüchern und Gips überzogen wurden.
Das sparte schon Mal einiges Gewicht:
Das Styropor ist von Apfelkisten, mit den Trauben auf die Insel geliefert werden. Das Fliegengitter ist nicht von Faller oder Noch, sondern vom Baumarkt.
Auf dem Holzrahmen kann das Gitter mit dem Tacker befestigt werden. Im Styroform geht das nicht. Hier wurde geklebt. Zuerst mit dem üblichen verdünnten Holzleim - das dauerte allerdings Tage bis zum Trocknen - dann mit Sekundenkleber. Das letztere hat einwandfrei funktioniert. Allerdings sollte man testen!

Dieses System hat ausser der Gewichtsersparnis noch den Riesen Vorteil, dass man keine grosse Werzeugsammlung dazu benötigt. Ein stabiles, scharfes Messer genügt.

Ansonsten natürlich eine kräftige Schere und einen Tacker. Hier würde ich allerdings nicht die Schreibtischausführung nehmen, sondern was g'scheites vom Baumarkt. Lasst euch aber bloss keinen Elektrotacker aufschwatzen. Wenn schon nicht mechanisch, dann zumindest pneumatisch.

Die alte Methode war, Gipsbinden aud das Fligengitter aufzubringen. Diese Gipsbinden von Faller oder Noch werden zu Apothekenpreisen gehandelt, und die ortsansässige Apotheke hat keine rausgerückt (ihr habt in Deutschland wahrscheinlich mehr Glück).
Für Logger's Hill oberhalb der Strasse hatte ich mir die Gipsbinden selbst gemacht aus Mullbinden vom Supermarkt und Gipspulver vo Baumarkt. Das funktionierte zwar, war aber auch nicht gerade ein Eigelb - so, was tun, sprach Zeus, die Götter sind besoffen!
Bei einer wochenendlichen Einkaufstour zeigten die Götter mir ein spottbilliges Produkt: Käsetücher*! Im Sonderangebot! 3qm für einen Dollar! Also, wer da nicht zuschlägt.....

Gegenüber den Gipsbinden änderte ich allerdings die Arbeitsweise. Anstatt den Stoff in Gipspuder zu wälzen und dann in's Wasser zu schmeissen, schnitt ich den Stoff grosszügig zurecht und verteilte ihn grosszügig auf der zu bearbeitenden Fläche. Aus einer Sprühflasche wurde das ganze dann grosszügig mit Wasser eingesprüht, damit es sich grosszügig flachlegt.
Naja, und dann einfach grosszügig mit Gips eingeschmiert. Ich bin immer in Stücken vorgegangen, da Gips in unseren Breitengraden rasend schnell abbindet ....

Nach einem Anstrich mit leberwurstgrauer Acrylfarbe (selbst zusammengemischt!) wäre das ganze dann fertig zum Begrasen ... doch gemach!


*Zum Thema Käsetücher: Ich war erstaunt, zu welchen Preisen dieser Stoff mittlerweile in Deutschland verkauft wird. Aus der Kocherei des Indo Pazifischen Raumes wären diese Tücher gar nicht weg zu denken und müssen deshalb billig sein. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, als dieser Stoff selbst in Deutschland gang und gäbe war, habe ihn sogar selbst getragen in ganz, ganz früher Jugend.

Fortsetzung folgt....

Erst mal neue Gleise

Richtig gelesen: Neue Gleise! Die Pecogleise sind zwar sehr hübsch, aber der Schwellenabstand passt nicht so ganz in's Himbachel Valley. Logische Folge: Man nimmt ein Gleis, das passt - Logisch.
Da gibt es nur zwei: Micro Engineering oder Atlas. Erstere hätte Gleis in C40, letztere haben das grössere Programm, und da das Code 80 schon nicht sooo schlecht war, griff ich dann bei Atlas zu.

Gleichzeitig flog auch die Korkunterlage raus. Sie wurde ersetzt durch Woodland Scenics Gleisbett. Das Zeug ist Klasse. Es ist ein Schaum, der angeblich geräuschdämmend wirkt. Das ist mit mir schnurzegal - wen das bisschen Geräusch eines Zuges in 1:160 stört, der ist wohl noch nie an einem 1:1 Bahndamm gestanden - für mich war wichtig, dass das Zeug spottbillig ist (ungefähr 50 US Cent/Meter), und dass die Kanten abschrägt sind, was das Schottern erleichtert. Ausserdem brauche ich keinen Kork mehr zu schneiden.
Das Gleisbett ist sehr einfach mit verdünntem Holzleim auf die Trasse zu pappen. Leichte Bögen sind da keine Schwierigkeit, da das Material sehr flexibel ist. für engere Kurven kann man es langsweise Teilen. Das Gleis wurde mit Sekundenkleber ins Bett geklebt (vorher testen, ob der Kleber das Material nicht auflöst).
Das Atlasgleis selbst ist ein Traum zu verlegen. Gegenüber dem Pecogleis ist es sehr gechmeidig und biegt sich sehr leicht. Es hält allerdings die Form nicht ganz so gut.
Die Schienen können sehr einfach aus den Kleineisen rutschen. Daher sollte man das Gleis nach Möglichkeit nicht senkrecht halten. Es lässt sich zwar sehr einfach wieder einfädeln und reparieren, ist aber doch vermeidbar.
Aufpassen auch: Peco Flexgleis wird in 3 Fuss Stücken verkauft, Atlas in 30 inch. Ich hatte bei der Bestellung nicht auf den Unterschied geachtet und hatte plötzlich zu wenig Gleis










Wie üblich muss man beim Verlegen des Flexgleises zwei Schwellen abschneiden.
Diese Lücken im Gleis finde ich absolut hässlich. Dem ist aber leicht ab zu helfen: Einfach die ausgeschnittenen Schwellen nicht wegschmeissen.
Man bricht einfach die Kleineisen ab, indem man die Schwellen über etwas Schmirgelpapier zieht, dann kann man sie wieder zurück unter's Gleis schieben. Beim Schottern wird das Ganze dann später fixiert.
Das Weisse auf dem Gleis sind übrigends Kristalle, die vom Sekundenkleber herkommen. Die sind harmlos und verschwanden beim Bemalen der Gleise.
Ja, richtig, ich rang mich durch, die Gleise zu bemalen. Auslöser dafür war Wicht vom Spassbahnerforum. Ich dachte mir, wenn der, oder besser: Seine Frau, das kann, wieso nicht ich?
Obwohl, es nur etwa Zweimeternochwas zum Bemalen waren, weiss ich jetzt, warum ich das nie hatte tun wollen ....
Naja, ich wandte die althergebrachte Methode mit Pinsel unf Acrylfarbe an. Und entweder lags am Pinsel oder der Farbe, aber ich kriegte das Acryl nicht richtig zum Decken. Das einzig richtige, was dabei rauskam, war eine richtige Sauerei. Ich hoffe nur, dass ich beim nächsten Gleisbemalen eine Airbrush zur Verfügung habe.

Was bisher geschah

Während ich mir die Hintergrundgeschichte zur Himbachel Valley RR aus den Fingern saugte, war ich natürlich nicht untätig - im Gegentum: Den Sommer über erlebte die Baustelle einen richtigen Bauboom.

Die rechte Seite der Anlage, Crow Mountain, ist nun eingeggipst, und momentan bin ich gerade dabei, die Landschaft um Maggie's Farm herum zu bauen. Dazu verwendete ich die eine oder andere neue und absolut ungewöhnlich Methode.

So sieht das da jetzt in etwa aus...
Crow Mountain
Logger's Hill und Maggie's Farm


Da ich recht schreibfaul war über Sommer, muss das jetzt alles nachgeholt werden. Viel Spass beim weiteren Lesen.

Samstag, 27. Oktober 2007

Maggie's Farm

Der interessierte Leser wird sich nun natürlich fragen, was aus Maggie's Farm und Maggie's Enkeln wurde.
Das ist eine gute Frage. Kurz vor ihrem Tode rief Maggie die Himbachel Heritage Society in's Leben. Ziel der Gesellschaft war und ist, 250 Jahre Geschichte der Familie und des County Himbachel zu würdigen. James junior war der erste Vorsitzende bis zu seinem eigenen Tod im Jahre 1944. Danach nahm sein Sohn James III über. Der 58 jährige leitet bis heute die Geschicke der Gesellschaft.

James III lebt auf Maggies Farm und bewirtschaftet sie auch mit seinen Kindern, Eloise, Nancy und William. Letzerer ist für Touristenfahrten an Wochenenden Lokführer auf Lok 7.
Eine Rundfahrt zwischen Maggie's Farm, Logger's Camp, Saw Pit Junction und zurück nach Maggie's Farm kostet $1,00; Kinder zwischen 6 und 12 Jahren die Hälfte. Fahrtzeiten sind direkt im Anschluss an den jeweiligen RDC.

Im Farmgebäude ist ein kleines Museum untergebracht, das Samstag und Sonntag von 10 AM bis 5 PM nach Absprache besichtigt werden kann. Der Eintritt ist frei. Anfahrt von Richtung Pittsburgh oder Columbus mit dem RDC. Die Haltestelle ist unterhalb der Farm im früheren Yard zwischen den Tunneln.
Eine Anfahrt im PKW ist nicht erwünscht.

PennCentral erwägt, die Branchline von Saw Pit Junction über Himbachel nach Logger's Peak stillzulegen und abzubauen. Die Himbachel Heritage Society, im Verband mit ortsansässigen Unternehmen, versucht die Branchline zu retten, oder zurückzukaufen, und alte Himbachel Valley Rail Road wieder auferstehen zu lassen.

Wir sind gespannt, was die Zukinft bringen wird.

Freitag, 26. Oktober 2007

1910-heute

Nach James Tod verkaufte Eloise alles Land und zog mit ihren Söhnen zurück nach Boston. John Connor half ihr, das Geld in Fonds für James junior und William anzulegen. Danach zog sich John in's Privatleben zurück. Die HVRR Strecken wurden von der Pennsylvania RR aufgekauft. Einzig die Strecke zwischen Logger's Camp und Pit Saw Junction durfte und darf noch von Lok 7 befahren werden. Die Strecke führte damals wie heute an Maggie's Farm vorbei, wo Maggie bis zu ihrem Tod 1932 am Fenster sass, den Zügen zuschaute und dabei wohl an ihren Sohn dachte.

Heute wird die Strecke von der PennCentral verwaltet. Es sind noch nicht alle Loks und Wagen umgespritzt. So sieht man dann auch noch eine AlCo C-630 in DLG mit dem PRR Keystone auf dem Gleis, oder ein Budd RDC mit NYC Beschriftung verirrt sich für diese Maschinen weit in den Westen. Ab und zu findet sich auch noch eine B&O Geep ein.

1862-1910

Nun könnte der geneigte Leser natürlich dem Glauben verfallen, dass Maggie sich mit den Reichtümern ein feines Leben gönnen würde. Doch weit gefehlt! Sie liess sich am Himbachel Creek, an der Stelle der alten Sägemühle, ein Farmhaus bauen und zog nach dessen Fertigstellung mit James ein, um von dem zu leben, was die Farm erbrachte. Die Geschäfte leitete derweil ein junger Angestellter der Familienanwälte Napp, Troog & Steel. Sein Name war John Connor, und es war das erste Mal in der Firmengeschichte, dass die Geschäfte on jemand geleitet wurden, der nicht zur Familie gehörte.
Er war sogar sehr erfolgreich in seinen Bemühungen: Da wegen des Krieges Kohle gebraucht wurde, liess er Logger's Hill, wie der Berg nun genannt wurde, auch von der Ohio Seite angraben. Eine Bahnlinie wurde von der Mine nach Columbus angelegt. Allerdings wurde sie nicht von der HVRR befahren, sondern an die Baltimore und Ohio Bahnlinie verpachtet. John sah ein, dass dies Umsatz brachte ohne die Kosten eines eigenen Betriebes.
Logger's Hill war 1863 durchstossen. Wieder wurde aus der Kohlenmine ein Tunnel gemacht. Damit war eine direkte Verbindung von Columbus nach Pittsburgh geschaffen. Da die HVRR Lokomotiven für diese Strecke nicht mehr konkurrenzfähig waren, verpachtete John die gesamte Linie and die B&O. John war definitiv kein Eisenbahner, aber ein sehr erfolgreicher Geschäftsmann. Bis zum Ende des Krieges hatte sich die neue Bahnlinie schon amortisiert. B&O, Pennsylvania RR und New York Central kämpften, HVRR kaufen zu dürfen - Die Linie war eine wichtige Verbindung zwischen den Häfen im Osten, den Kohlegebieten in Virginia und Pennsylvanien, sowie den Schlachthäusern und Stahlwerken im mittleren Westen - John wehrte alle Übernahmeangebote ab und verkaufte stattdessen Nutzungsrechte. dies war so einträglich, dass die HVRR den Betrieb auf der Hauptbahn einstellen und nur die Nebenbahn den Crow Mountain hinauf zu führen brauchte. Schliesslich waren da oben noch einige Betriebe angesiedelt. Saw Pit Junction wurde zum Yard ausgebaut.
James wuchs nun also auf Maggie's Farm auf. Maggie versuchte, ihm eine Erziehung zu geben, die das Farmleben ebenso beinhaltete wie das Geschäftsleben. Allerdings brachte die Nähe zur Bahnlinie, dass James, nach alter Familientradition, schon in früher Jugend in die Eisenbahn vernarrt war. Freindliche Lokführer nahmen ihn auf dem Führerstand mit nach Saw Pit Junction, wo er auf dem Yard herumlungerte, um dann spater mit dem Gegenzug nach Hause zu fahren.
so war es nur normal, dass er später auf dem Massachusetts Institute of Technology in Cambridge endete, wo er ein Ingenieursstudium absolvierte. Nach dem Studium kehrte er allerdings nicht sofort nach Himbachel zurück sondern heuerte 1884 bei Baldwin Locomotive Works in Philadelphia an.
Erst 1890 kam er zurück nach Himbachel. Er hatte mittlerweile Eloise Stoner geheiratet, die ihm zwei Kinder gebar: James junior 1887 und William 1889. Sie bauten ein neues Haus auf der Spitze von Logger's Hill. Hier plante er dann auch, was Himbachel Valley Valley und die HVRR bis heute berühmt mache: Das Himbachel Viaduct.
Er war einfach zu versessen darauf, vor seiner Haustüre eine Bahnlinie zu haben. Daher musste er eine Verbindung schaffen zwischen Crow Mountain Yard und Logger's Peak. Diese Verbindung war ein 250 Meter langes und 40 Meter hohes Sandstein Viadukt mit 10 Bögen.
Obwohl Himbachel Valley James gehörte, führte John Connor noch stets die Geschäfte. Für John war das geplante Vorhaben nichts anderes als eine Geldverschwendung - der Spleen eines Millionärs. Daher musste das Bauwerk so billig wie möglich geabaut werden. Der Sandstein wurde direkt neben der Brücke gebrochen, um Transportkosten zu sparen. die Steinbrüche versorgten dann allerfdings auch die Umgebung mit Bruchsteinen, was half das Projekt
wenigstens teilweise zu finanzieren.

Die Brücke war 1905 fertiggestellt. Zur Feier des Ereignisses kaufte James die letzte Lokomotive der HVRR. Es ist eine B-Kuppler von Kraus und Maffei in Deutschland hergestellt. Da James zuvor bei Baldwin gearbeitet hatte, hätte man vermuten können, dass er eine Lok in Philadelphia kaufen würde. Wieso er ein Lok in Deutschland bestellte, blieb für imme sein Geheimnis. Böse Zungen jedoch behaupten, dass die deutsche Lok billiger als die amerikanischen war, und dass John Connor ihm nicht mehr zugestanden hatte.
Diese Lok war nicht nur die letzte, sondern auch die einzige. Alle anderen Lokomotiven wurden verschrottet, und der B-Kuppler als Lok 7 (doppelt belegt!) in den Bestand aufgenommen. Sie wurde eingesetzt, um den Nebenstrecken Verkehr zwischen Crow Mountain Yard und Saw Pit Junction abzuwickeln und gleichzeitig das Sägewerk zu bedienen. Letzteres tut sie heute noch: Sie transportiert noch stes Flachwagen mit Baumstämmen von Logger's Camp nch Saw Pit Junction.
Um dem Viadukt einen Sinn zu geben, verlegte er Crow Mountain Yard nach Logger's Peak. Seit der Zeit der Zeit heisst der Crow Mountain Yard schlicht und einfach Himbachel wie die Stadt aussenherum.
Dies alles verschlang Unsummen von Geld, was sich bald rächen sollte. 1908 kam es zum einem Börsencrash. Aktienkurse verloren 50% in kürzester Zeit. Auch die Himbachel Unternehmungen waren davon betroffen. John hatte immense Schwierigkeiten, benötigtes Kapital zu beschaffen. Ein Verkauf der Bahnlinie hätte nichts mehr eingebracht, das PRR, NYC und B&O bereits andere Verkehrsadern hatten. Die Industrie in Himbachel war auch noch weiter zurückgegangen. Der einzige Verkehr waren zwei gemischte Züge am Tag, um Pendler und ein paar Boxcars zu bringen.
Eine alte Eisenbahnerweisheit sagt, dass eine leerer Yard eine erfolgreicher Yard sei, aber James sah von seinem Fenster aus täglich einen Yard ohne jeglichen Verkehr. 1910 erhängte er sich.