Freitag, 31. August 2007

Zwischendurch - Kehrschleife

Zwischendurch hier der Versuch, das zweite Modul anzufangen.

Es handelt sich dabei um sogenannte Kehrschleifen. Da ich nur einspurig baue und keine Ringbahn haben werde, muss ich zur Kehrschleife zurückgreifen. Diese hilft, den Zug zu wenden.

Es sollte zwei dieser Module geben. An jedem Ende der Anlage eins.

Was ist so schwierig an dieser Kehrschleife? Nun, sagen wir doch einfach mal die im Bild linke Schiene des Gleises ist der Pluspol und forlgen ihr durch die Kurve. Man wird sehr schnell feststellen, dass bei der Weiche der Pluspol auf den Minuspol trifft. Selbst ich, der sich durch Physik so ziemlich durchgepennt hat, weiss, dass dies einen satten Kurzschluss produziert.
Da muss man was gegen tun. Ismael hat da zwei Lösungen auf seiner Seite, Kehrschleife I und Kehrschleife II.
Und dazu eine wohl etwas bessere Erklärung des Sachverhaltes als die meine. Da mir das aber alles zu kompliziert war, habe ich
mich auf die traditionelle Methode besonnen.

Die Nationale Modellbahn Assoziation (NMRA) schlägt statt der Relais zwei simple zweipolige Umschalter vor. Es ist zwar sehr umständlich funktioniert aber.







Es ist umständlich, da der Zug, wenn er in die Schleife eingefahren ist, erst mal halten muss. Dann werden beide Schalter geschaltet, die Weiche gestellt, der Trafo umgepolt (US Trafos haben Fahrtrichtungsschalter), dann darf der Zug weiterfahren.
Obwohl sich das sehr kompliziert anhört, vergisst man doch nie, die Weiche umzustellen. Im Analogverkehr ist das nicht allzu schlimm, aber ich möchte später auf Digital umsteigen. Da kann es schmal brutzeln bei einer falsch gestellten Weiche. Prozeduren sollte man stets verinnerlicht haben.



Auf Digital wird später der Digitrax AR1 Kehrschleifen Kontrolleur eingesetzt. Das einzige Problem, das sich mir stellt ist dabei, wie ich es anstelle, dass sich die Weiche automatisch umstellt. Weiss einer was?

Fortsetzung folgt....

Die Brücke - Fundamental

Ich mache hier einen neuen Eintrag auf, da mir die Lösung für's Bildeinstellen gewaltig auf den Sack geht. Jedes Bild wird am oberen Rand des Eintrages eingesetzt, und man darf es dann erst mal manuell rumschieben, anstatt dass man es gleich an der Stelle des Körsers einsetzen kann. Aber das würde Sinn machen.


Jedenfalls: Was hier aussieht wie das neue Märklin H(-olz) Gleis ist das Fumdament der Brücke. Es ist ein simpler Leiterrahmen aus 40x18mm Philippinischer Fichte. Darauf eine 6mm Sperrholplatte.

Die vermeintlichen Pukos sind Klötzchen aus Mahagoni, an die die Brückenpfeiler verschraubt werden.

Werkzeuge: Tischkreissäge, Akkubohrer/schrauber, Schraubzwingen, Leim.







Normalerweise würde ich diese Latten nicht für den Rahmenbau verwenden . Das Fichtenholz ist relativ weich und verzieht sich gerne. Allerdings hat dieser Rahmen keine tragende Funktion - Wiking Fahrzeuge und Preiser Figuren wiegen nicht viel!). Ausserdem wird das ganze vom Modulrahmen getragen und versteift .... 18mm Sperrholz - da verzieht sich nix!



Und endlich die Brücke in ihrer ganzen Pracht. Die Bögen sind bereits mit dem Karton bekleidet.











Im Hintergrund der Modulkopf. An die senkrechte Leiste wird das Rahmenvorderteil geschraubt.
Die stabile, und vor Allem schwere, Bauausführung sollte sich noch für spätere Ereignisse verantwortlich zeigen.




Tja, und hier wird nun die Brücke mit den Modulköpfen verbunden.

Werkzeuge: Tischkreissäge, Akkubohrer/schrauber, Schraubzwingen.












Fortsetzung folgt ...

Die Brücke - Der erste Spatenstich

Nachdem das mit der Bahnhofsplanerei wohl nicht viel war, machte ich mich lieber an die Brücke. Mit Holzkonstruktionen kenne ich mich zumindest aus.

Das war im August 2005 ... also vor etwa genau zwei Jahren.


Der Plan wurde vom Papier auf 6mm Sperrholz übertragen. Benötigte Werkzeuge sind Bleistift, Zirkel, Lineale und eine sehr lange Wasserwaage für sehr lange Linien (Holzlatten gaben nicht so saubere Ergebnisse).




















Hier links das Detail eines Brückenbogens.

















Eine zweite Sperrholzplatte wurde unter die gezeichnete genagelt, damit man beide Seiten auf einmal schneiden konnte.
Dann durfte Sohnemann anfangen zu sägen.

Werkzeuge: Laubsäge, Stichsäge








Natürlich hat Sohnemann die Bögen nicht selbst ausgesägt, und schon gar nicht mit der Laubsäge. Das hat Vaddern lieber mit der Stichsäge unternommen. Ging schneller.


Zwischen die beiden Brückenteile wurde eine Holzleiste geleimt und genagelt. Diese gibt der Brücke ihre Breite. Die Brückenpfeiler wurden mit Sperrholz verschlossen, die Bögen mit starkem Photokarton.

Werkzeuge: Schraubzwingen (kosten 2 Taler das Paar im China shop - kann man nie genug im Haus haben), Hammer, Leim, Nägel.











Zwischenzeitlich wurde dann die Farbahn hergestellt. Diese Fahrbahn ist nix Anderes, als eine Holzleiste auf die zwei weitere Leisten aufgeklebt wurde.

Sohnemann kommentiert die Ausführung - das hat er von seiner Mutter geerbt.

Werkzeuge: Tischkreissäge, Schraubzwingen, Leim.






Fortsetzung folgt ....

Computer Liebe

Das waren meine Versuche, den Bahnhof Hetzbach mit der Atlas Software zu erstellen. Begeistert hat mich das nicht.




Bis ich dann auf Thomas Englich's grandioser Länderbahnseite die Anlage Vahlen-Stadt fand. Dieser Bahnhof sieht klasse aus und würde sehr gut zu einem kleinen Städtchen wie Hetzbach passen.







Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich mich wieder mit der Atlas Software vergnügte. Das kam dabei raus:


Ich hoffe, der Thomas kann mir verzeihen, dass ich sein Meisterwerk dermassen verschandelte. Allerdings war diese "Zeichnung" sehr gut geeignet, um die Betriebsabläufe zu studieren, Ich verwende Gleisplaner seit der Zeit nur für Schemazeichnungen und mache den eigentlichen Plan mit dem guten alten Bleistift - habe aber leider nicht Thomas Begabung für's Zeichnen.

Einen Trick für Leute, die eine so beschränkte Vorstellungsgabe haben wie ich: Sobald man das Gleissystem seiner Träume gefunden hat, scanne man sich diverse Gleisstücke und drucke in 1:1 aus. Ich kenne das noch vom alten Mäklin Gleisplanungssystem: Die hatten ihre Gleise zu 1:5 Bauklötzchen umgewandelt, mit denen man herrlich Anlagen "aufbauen" konnte. Mit den ausgedruckten Scans geht das genauso gut - und vor Allem billiger.

Fortsetzung folgt....





Freitag, 17. August 2007

Vermessene Gedanken

Das erste Modul sollte das Viadukt sein.

Mit den Gleisen in (umgerechneten) 25cm Höhe, fragte ich mich, wie ich das mit den Steigungen hinkriegen sollte. Bei 3% maximal Steigung, hätte ich über acht Meter dreissig Strecke gebraucht, um diese Höhe zu erreichen. Das wären insgesamt 10 extra Module nur für die Steigungen gewesen (ein Mal 25 cm rauf, ein Mal 25 cm runter) ... imposant, aber fast unmöglich, und für mich ein bisserl langweilig.

Die Lösung war simpel: Statt nach oben zu bauen, grub ich das Tal ein. das heisst, der gesamte Gleisplan befindet sich auf NN, das Tal hat eine negative Höhe. Ich wollte mir diese Genialität schon patentieren lassen und mich bei Mensa einschreiben, bis ich herausfand, dass meine Modulanlage die 12.478.693. sein wird, die ein Tal auf eine solche Weise darstellt.


Aber hier geht es ja jetzt um die Vermessung. Wie misst man etwas, das man nur auf einem Photo hat?

Es ist relativ simpel. Man braucht nur einen Bezug von dem man die Masse kennt. In diesem Fall ist es die Spurweite der Gleise.
Original: 1435mm (Stimmtas?) - Modell: 9mm

1435mm stellten auf dem Bild im Originaldruck an der eingezeichneten Linie etwa 60mm dar. Das ist also in Verhältnis von 1:23,9. Was immer ich auf dem Bild mass, musste ich einfach mit 23,9 plutimizieren, und ich hatte das Originalmass, das ich dann nur noch durch 160 teilen musste, um aufs Modellmass zu kommen. Noch einfacher war es, wenn man das Bildmass mit 0,149375 malnahm .... aber das ist höhere Mathematik.

Mit den Bögen und der Breite konnte ich es genauso machen. Anhand der wenigen vorhandenen Grundwerte war eine Umrechnung aufs Modell sehr einfach.

Am Ende kam ich auf eine 1500mm lange, 250mm hohe Brücke.


Rescherrsche

Jätzt, wie kommt man mitten im Pazifik an Unterlagen übers Himbächelviadukt ran?
Selbst Google war diesmal keine grosse Hilfe. Man hätte doch denken sollen, dass solch ein bedeutendes Bauwerk jede Menge Seiten auf dem Indernett hätte hervorbringen sollen ... nix da - noch nicht mal Werbung für Porno war unter Himbächel zu finden.

Naja, ein paar Hinweise gab es doch: Structurae erwähnte die Brücke und gab ein paar Eckdaten, die mir aber nicht viel weiterhalfen - nun, dennoch danke.

Das Forum erwies sich wieder einmal als Goldgrube. Eiche konnte mir einige Photos vom Viadukt zusenden, die mir sehr viel beim Vermessen und für Details halfen.


Integration in die Landschaft

Über Andreas Schahn kam ich auf die Seite de Bahnhofes Hetzbach wo sogar ein Grundriss des Bahnhofes zu finden war.


Grundriss Erdgeschoss Bhf Hetzbach


Nur an einen Gleisplan aus den 60ern kam ich nicht heran. Die Bilder von Google Earth gaben nicht genug Details, ausserdem hatte die Bundesbahn ja seit Jahren deftig Gleise abgebaut.
Google Earth ist nicht sehr aktuell, aber so alt sind die Bilder nun aber auch nicht.

Suche über Google half nicht weiter. Ich fand zwar einige Seiten, die der Odenwalbahn gewidmet waren, die mir aber leider nicht weiterhelfen konnten.

So setzte ich mich wieder an den Computer, um MEINE Bahnhöfe zu entwerfen. Einer nache dem anderen wanderte in die virtuelle Tonne (ist wahr - ich habe sie alle gelöscht!). Wieder half mir das Forum ... diesmal eher zufällig. Bockela stellte seine Seite vor.
Sein Gleisplanfundus ist wirklich faszinierend.

Ich begann sofort, drei Pläne auf Atlas Gleis umzuzeichnen: Röttingen für Kailbach, Waldstein für Schöllenbach und Vahlen-Stadt für Hetzbach.

Ich hatte fertig! Ich hatte 9 Module fertig geplant mit etwa 15 metern Fahrstrecke. Zwei Wendekreise, 3 Bahnhofsmodule, den Krähbergtunnel, das Viadukt und zwei weitere einfache Streckenmodule.

Wow ... nach fast 5 Jahren Planung konnte ich endlich mit dem Bauen beginnen.

Danksagung

Bevor ich euch jetzt weiter langweile mit meiner Geschicht, wollte ich doch mal allen danken, die mir geholfen haben.

Hier in bunt gemischter Folge:
  • Eiche (Bernd Eichenauer), der mir Bilder zugesandte, an Hande derer ich das eine oder Detail Problem lösen konnte (vor Allem Vermessungen).
  • Andreas Schahn, der mich ab und an mit Neigkeiten von der Odenwaldbahn auf dem Laufenden hält, und mich auf die Homepage des Bahnhofs in Hetzbach hinwies.
  • Bockela (Thomas Englich), der mich von seinen Bahnhofsplänen begeistert hat.
  • Alfred Bernschneider, der Guru des Piccologleises.
  • Günter König, dessen Elektronikwissen ans Geniale grenzt.
  • Und natürlich alle anderen Mitglieder von 1zu160, die immer wussten, ein Problem zu lösen und schon Jahre meinen Non-sense ertragen
DANKE!

Mittwoch, 15. August 2007

Zwischendurch

Da all die Recherche (für die Modellbahn und meine Collegeklassen) manchmal in Stress übergehen konnte und Photographie für mich ein anti-Stress Mittel ist, hatte ich zwischendurch ein kleines Photodiorama gebastelt.

Eine simple Schreibtschlampe diente dazu, Schatten etwas aufzuhellen.


Hier dann ein paar der Ergebnisse:

Was das Bild sollte, weiss ich nicht mehr. Entweder ging es darum, Woodland's Gleisschotter zu zeigen oder die Filigranität der Steurung von Roco's BR80.

Ah, ja, der Retter der Nebenbahn .... Glücklicherweise ist das eine Digitalaufnahme. Die Mischung von Tageslicht und der Schreibtischlampe hätte mich in der Dunkelkammer zur Verzweiflung gebracht.

Hier nochmals Roco's BR80 im Licht des späten Nachmitttags. Obwohl die Lok weder zu Epoche noch zur Gegend passt, ist das kleine Schnuckelchen seit über 35 Jahren mein Leibling (erst von der Pickelbahn - nun von Roco)

Das war aber nur mal so zwischendurch .... gleich geht's richtig los.....

Die Module spiel'n verrückt ...

Was ist das Wichtigste am Modul? Richtig - der Kopf! Eine Anfrage bei 1zu160, welche wohl der schönste wäre, ergab, dass fünf Leute sechs Meinungen hatten.
Das Problem war einfach zu lösen: Da ich wahrscheinlich nie zu einem Modultreffen in Europa auftauchen werde, entwarf ich meinen eigenen Kopf.

Aber nicht so hastig! Was ist ein Modul eigentlich? Ein Modul ist im Prinzip nix anderes als ein Teil einer Modellbahnanlage, das beliebig mit anderen Modulen zu einer grösseren Modellbahnanlage zusammengstellt werden kann. Damit dieses funktioniert, müssen die Verbindungsstücke (Modulköpfe) eben einer bestimmten Norm entsprechen. Allerdings hat so ziemlich jeder Modellbahnverein seine eigene Norm .... Natürlich gibt es dann noch Normen für Verkabelung, Betriebsart (analog, digital), Grasfarben, Hintergrundgestaltung, Modulhöhe, ..... Ich glaube das DIN Handbuch ist kaum dicker als so manches Modulhandbuch.

Nun denn, meine Modulköpfe sind 30 oder 40cm breit und 15cm hoch. Material ist 3/4" Sperrholz. Verkabelung ist eine 18 AWG Ringleitung (starres Elektro-Installationsmaterial) mit angelöteten 22 AWG Gleiszuleitungen jeden Meter. Kabelfarbe Schwarz/Rot für Fahrstrom. Gefahren werden soll digital (mehr dazu später)
Weichensteuerung erfolgt per Hand mit Ground Throws.

Module stellen eine eingleisige Nebenbahn dar.

Tja, Höchst, Michelstadt, Erbach .... das sind Riesenbahnhöfe im Odenwald. Fast schon zu gross. Aber wir wollten ja auch jede Menge Strecke von A nach B haben, damit die 218 was zum Ziehen haben kann.
Michelstadt und Erbach liegen nur ein paar km auseinander, nud die Landschaft dazwischen ist nix, um drüber nach Hause zu schreiben. Höchst kenne ich nicht.
Also machte ich mich auf nach Süden .... und da war sie dann, die Idee: Die Strecke zwischen Hesseneck/Kailbach und Hetzbach!
Erst Mal hatte ich in der Ecke mal gewohnt, zweitens gibt es dort zwei Superlative* und drittens gab es da auch noch den Abzweig nach Beerfelden mit so mancher Industrie.
Hetzbach hat das Sägewerk Toebe - Hallo Frank! - Beerfelden die Brauerei, Personenverkehr zwischen Darmstadt und Eberbach (es liefen sogar Schnellzüge Stuttgart-Frankfurt und zurück durch), Holzverkehr Richtung Eberbach, Schotter aus dem nördlichen Odenwald, Bosch in Erbach bekam Teile aus Stuttgart - es war also Einiges geboten.

Ein kleines Problem hatte die Sache allerdings: Ich wollte Kailbach - Hetzbach darstellen. Jedoch, Das Himbächel Viadukt liegt im Norden Hetzbachs ... so liebe Odenwälder nehmt es mir nicht krumm, dass ich mir die Freiheit genommen hatte, das Viadukt zwischen Krähbergtunnel und Hetzbach zu legen.

Fortsetzung folgt...

* Der Krähbergtunnel zwischen Schöllenbach und Hetzbach ist Deutschlands längster gerader Tunnel, und das Himbächel Viadukt ist Deutschlands höchstes (oder wars das längste???) Natursteinbogenviadukt.



Ohne Konzept

Jetzt muss ich erst mal ein Riesenlob an diese Seite aufbringen - wenn mich mein mageren HTML Künste nicht im Stich lassen sogar mit Logo
Das Spur N Portal

Scheint ja wohl geklppt zu haben ... Mann bin ich stolz auf mich.

Ohne Ismael's 1zu160 Seite und das hervorragende Forum mit allen Mitgliedern wäre ich heute wohl noch nicht weiter als das da:



Obwohl ich zwischenzeitlich an die dreissig Pläne konstruiert hatte, wusste ich nicht, was ich eigentlich wollte.

Lob, die Zweite: Felix hat mir sehr viel dabei geholfen, ein Konzept zu finden.

Von Felix lernte ich, dass ich ohne Konzept erst gar nich anfangen sollte zu planen. Zum Konzept gehört die Zeit, die Gegend und welche Art von Betrieb man machen will.
Die Gleispläne, die er auf seiner Website vorstellt, helfen ungemein, das Konzept vom Konzept zu verdeutlichen.

Was hatte ich also? - Zunächst mal drei Lokomotiven und einen Triebwagen, drei Donnerbüchsen und jede Menge Güterwagen (ich bin gerade dabei ein Photographierdiorama zu bauen ... und all meine Modell auf meiner Photosite vorstellen).
Die Loks, eine BR218, BR80 und Lok #7000 (was immer das sein soll), sowie der VT98 hätten wohl in die Epoche III/IV gepasst. Naja, die 218 und der VT zumindest. Dennoch, die Zeit sagte mir zu; Mitte-Ende 60er.
Wo? Der VT schrie natürlich nach Nebenbahn. BR80 wollte rangieren, die 218 wollte grosse Lasten am Haken haben. Damit hatten wir natürlich das Betriebskonzept: Eine Nebenbahn, die hauptsächlich Güter befördert, mit einem Bahnhof, in dem die Güterzüge zerlegt und die einzelnen Güterwagen an die entsprechenden Industrien verteilt werden ... und das Ganze natürlich im Mittelgebirge .... Höchst im Odenwald oder Michelstadt/Erbach wären da als Allererstes in den Sinn gekommen.

Und wieder machte ich mich an's Planen.

Irgendwie wollte mir aber keiner dieser Pläne zusagen. Ich endete ständig mit den gleichen Ideen. Obwohl ich Achterbahnen, Hundeknochen, Kreisverkehre konstruiert hatt, sahen sie dennoch alle irgendwie gleich aus .... lag es an den Eckdaten von 2,50mx0,75m? Hatte ich mich zu stark einschnüren lassen?
Dann kam die Befreiung! Meine Gemahlin hatte ein neues Hobby, und dachte, dass sie einfach meine Moba Ecke in Beschlag nehmen könne, da ich "ja sowie nie anfange zu bauen".
Zunächst tendierte ich zwischen Gattenmord und Scheidung, doch kam mir der zündende Gedanke: Module!!!!
Keine feste Anlage, sondern Module, die platzsparend "irgendwo" im Haus gelagert werden können, und wann immer ich Lust hatte in der Garage aufbauen konnte. Im Geiste sah ich schon meine 218er mit 20 Güterwagen am Haken über endlose Meter von Anlage dieseln .... ein Traum! Was noch besser kam: Ich konnte so ziemlich massstabsgetreu bauen.

Fortsetzung folgt...

Planen, Planen, Planen - Gleise

Das H0e Kleinteil war wohl nix. In der Zwischenzeit hatte ich auf Ebay ein Konvolut an unidentifizierbarem Gleismaterial ersteigert. Das meiste war Atlas, der Rest Schrott.
Atlas Code 80 Gleis kannte ich nicht. Es sah aber auch nicht übel aus. Problem war, dass ich mir in den Kopf gesetzt hatte, am Computer zu planen (würde ich nie wieder tun!), doch meine Software kein Atlas kannte. Ich wollte daher wieder mit Felischmann bauen. Die Piccolo Nummern konnte ich noch im Schlaf runterbeten.
Doch woher bekommt man deutsches Gleismaterial im Pazifik? Google zu Hülf! Binnen Sekunden war die Firma Reynaulds in der Nähe von Chicago gefunden. Mit zitternden Händen navigierte ich zu Fleischmann Spur N. Hätte ich besser bleiben lassen sollen! Die Preise waren wohl jenseits von gut und böse.
Also nach einem Händler in Deutschland gesucht ... und gefunden: als gebürtigem Nordbadenser sagte mir natürlich Lokshop sofort zu. Doch hatte das zwei Probleme: Erstens schienen sich seit Einführung des Euros die Preise verdoppelt zu haben, zum Anderen waren die Versandkosten eine Frechheit.
Da ich mich mittlerweile wieder auf dem College rumdrückte mit ensprechendem Budget, war die Fleischmann Idee ad acta gelegt. Ich schaute mir dann doch Atlas wieder etwas genauer an.
Durch Zufall entdeckte ich dann den 800 Pfund Gorilla auf dem amerikanischen Modellbahn Markt. Ein qualitativ recht hochwertiges Gleismaterial, das nur die Hälfte bis ein Drittel von europäischem Material kostet. Also nochmal bei Ebay zugeschlagen.
Kam aber nur Schrott .... Ebay war für mich seither gestorben.
Nunja, ausser die nagelneue 20 Jahre alte Roco Startpackung, die Sohnemann einfahren durfte - das war der einzig gute Stich (US$40!!!):




Ich hatte zwischenzeitig von Atlas den Gleisplaner herabgeladen - für umme - da sollten sich die deutschen Nobelheimer mal eine von abschneiden! Nunja, geschenktem Maul schaut man nicht innen Ar... Es dauerte bis ich mich an die Software gewöhnt hatte, aber dann machte es Spass.

Und ich plante, plante und plante.

Fortsetzung folgt.

Doch noch eins gefunden

Da fand ich dann doch noch ein schlechtes Bild von Segment 1 (eins wie einzig) der noch viel schlechteren Anlage, die ich in Tilburg angefangen hatte zu bauen:

Dieses Bild demonstriert so ziemlich, was man alles falsch machen kann.
  1. 1,20m Anlagentiefe war zu viel. Solange ich nur ein Segment baute, konnte ich noch aussenrum laufen. Beim zweiten ging das dann nicht mehr.... und beim Drüberlehnen war der Bierwatz im Weg.
  2. Am Besten von hinten nach vorne bauen ... drüberlehnen - Bierbauch - capisce?
  3. Finger weg von Dreiweg-Weichen! So toll die auch aussehen mögen, sie bringen nur Ärger. Lieber zwei normale Weichen hintereinander bauen.
  4. Dito für doppelte Kreuzungsweichen. Entgleisung galore! Lieber zwei normale Weichen hintereinander bauen.
  5. Macht mir den Unterbau stabil! Das Teil war aus Dachlatten gebaut, und es wurde keinerlei Rücksicht auf Stabilisierung der Trasse gelegt ... böser Fehler, Dr. Jones!
  6. Darauf achten, dass der Bahnhof grössenmässig zur Anlage passt. Natürlich hatte ich nix vorausgeplant - ausser der üblichen Hauptbahn mit dem üblichen Nebenbahnabzweig in der üblichen Mittelgebirgslandschaft . Am Ende hätte ich eine grosszügige Fahrstrecke mit herrlich grossen Radii gehabt, aber nur einen mickrigen Bahnhof, der wohl eher zu einem Dorf gepasst hätte denn zur geplanten Mittelstadt.

Was hätte ich stattdessen tun sollen? Planen, planen, planen!


Fortsetzung folgt....

Montag, 6. August 2007

Nur ein Bild

Auf meinem liebsten Modellbahnforum läuft gerade Draht über die Schönheit von Modellbahnern. Ich wollte hier nur mal die Latte etwas höher legen ;-)


Mittwoch, 1. August 2007

Geplante Planung

Diese Anlage sollte also genau durchgeplant sein. Aber wie macht man das? - Eigentlich ist es ganz einfach: Man schaut sich die grosse Bahn an.

Hab ich getan:
Nun, die Lokomotive unserer ehemaligen japanischen Zuckerrohrbahn ist das einzige, was wir an Eisenbahn übrig haben. War also nix mit original.
So machte ich mich denn auf die Suche nach Relikten in Museum und Archiv unserer Insel.
Im Archiv fand ich ein paar sehr schlechte Schwarz/Weissaufnahmen (oder besser gesagt: Noch schlechtere Scans von schlechten Bildern) aus den 30er Jahren, der Hochzeit der lokalen Zuckerrohr Produktion.
Das Museum hatte eine Überraschung für mich parat: Der Kurator, mit dem ich mich bereits angefreundet hatte, zeigte mir eine komplett aufgebaute Anlage zu diesem Thema, die in einem Lagerraum vor sich her rottete. Diese Anlage war aus Fleischmann Magic Train Material zusammengestellt. Die Lokomotive original belassen, die Wagen kitgebashed, Häuser und Landschaft handgebaut.
Die Anlage war gelagert, da die Lokomotive den Geist aufgegeben hatte, und das Museum kein Geld hatte zu Pflege und Unterhalt des Projektes . Natürlich meldete ich mich sofort freiwillig, die Anlage zu warten.

Man wollte darüber nachdenken ....
Aus der ganzen Sache ist nie was geworden. Der Kurator ist mittlerweile in Rente, und die Anlage, so sie noch existiert, ist nie mehr in Ausstellung gegangen.

Doch zurück zu meiner Planung: Es war zum Verzweifeln! Die meisten Unterlagen waren durch die amerikanische Bombardierung anno 44 verlorengegangen. Keine Gleispläne, keine Gebäude (nicht mal Pläne), nix! Also dann eben nicht originalgetreu, sondern Phantasie.

Durch Zufall entdeckte ich dann das auf C. Arendts Seite:

Das Ding war in H0e zu bauen. Von Ebay ein paar billige Atlas Gleise geauktioniert und den Bau begonnen. Meine Lok 7 sollte einen neuen Aufbau erhalten, den ich aus Styrodur bauen wollte. WOLLTE! Ist leider nix draus geworden. Ausserdem wusste ich nicht, wie ich die Wagen bauen sollte. Das Hauptproblem allerdings war, dass diese muggeliche Kleinteil in meinen Augen keine "richtige" Anlage war - es war einfach zu klein, wie ich mehr und mehr feststellte.

Dennoch ist dieses Projekt ist in meinem Hinterkopf für spätere Tage mit Roco H0e Material.

Zunächst war ich jedoch zurück bei Punkt 0.

Fortsetzung folgt...