Sonntag, 4. November 2007

Noch Mal was Zwischendurch ...

Was eigentlich nur auf einem Zufallsfund auf dem Web basierte, wurde mittlerweile eine Handfeste Sache: Das Spassbahnerforum wurde am erst am 11.10. diesen Jahres gegründet und verfügt mittlerweile aber schon über 21 Mitglieder, die schon fast 5000 Beiträge geschrieben haben.

Klick auf das Bild



Das Forum entstand, da bei anderen vom Autor besuchten Foren sich mittlerweile eine gewisse Miefigkeit ausbreitet. Nietenzählerei und Streitigkeiten über Hundertstel von Millimetern liessen mir den den Spass an der Freud fehlen. Ich hatte immer das Gefühl, dass es eher um ernst betriebene Akademia von Leuten, die sich selbst etwas zu ernst nehmen, denn um ein Hobby, das eigentlich Spass machen soll, handelt.
Die Idee hinter dem Spassbahner ist, dass man sich in gemütlicher Geselligkeit über Modellbahnbau in der Spur unterhält, wobei ruhig auch mal über den Tellerrand geschaut werden darf. Nonsens und Spass werden dabei gross geschrieben. Dort braucht keiner den Kellerschlüssel rauszukramen, wenn er mal was lachen will, notfalls auch mal über einen selbst.

Wer Spass hat an der Modellbahnlandschaft und auch mal Dilletantismus in Bezug auf's Vorbild - schliesslich baut ein jeder seine eigene Welt - nicht scheut, ist herzlich willkommen.

Dienstag, 30. Oktober 2007

Krippenspiele, 2. Akt


Nach dem Leimen wird gebeizt und der Futtertrog eingeklebt












Wobei ich feststellen musste, dass ich absolut Mist gebaut hatte. Die Rückwand sollte niedriger sein als die Front, und der Futtertrog war so hoch, dass die Kühe davor verhungert wären.
Also gleich verbessert.









Der Stallboden wurde dann mit Stroh aus Kokosfasern bestreut. Das Futter besteht aus Woodland Foliage.











Seitenteile aufgeleimt ......












.... dann ab zur ersten Stellprobe.













Nachdem das Ställchen nun schon einige Tage auf meinem Schreibtisch gefällt es mir irgendwie nicht mehr so gut.
Die Bretter sind zu breit und auch zu dick. Dadurch wirkt das ganze etwas grobschlächtig. Ich habe 0,75mm (1/32") Balsa auf Bestellung. Wenn das Holz da ist, werde ich den Stall vielleicht neu bauen.
Mal sehen....

Krippenspiele

Ich hatte das Ställchen schon auf dem Spassbahner vorgestellt, doch entbehrte der Baubericht noch einer deutschen Übersetzung. Hier isser nu in deutsch.
Zunächst mal das Vorspiel: Einer der Gründe, warum ich mein anlagenthema in die USA verlegte, sind die lasergeschnittenen Holzhäuser, die hier angeboten werden. Diese sehen einfach superb aus, doch bin ich der Meinung, dass man sowas - etwas weniger fein - selbst bauen kann.
Mein erster, lahmer, Versuch ist ein Feldstall für Maggie's Farm.
Das Material dafür sind Bastelhölzer aus dem Bastelladen. ich habe Brettchen in etwa 5x1x140 und Eiscremestiele 20x1x150. Zusätzlich verwende ich Bambus Spiesschen, die zum Verschliessen von gefüllten Gänsen oder Rollbraten gedacht sind. Für Etwa fünf Dollar habe ich genug Baumetarial, um das Ställchen in Grossserie herzustellen.


Auch die Liste an benötigten Werkzeugen ist sehr übersichtlich: Ein Stahllineal, Geodreieck, scharfes (!) Bastelmesser (runde Klinge ist am besten), eine Stabile Schere, ein paar Wäscheklammern, ein Seitenschneider und Holzleim oder Sekundenkleber.






Wir beginnen natürlich mit dem Fundament.
Dazu werden zwei der Eiscremestiele auf 40mm gekürzt und auf zwei Brettchen geklebt.











Während das Fundament trocknet, wird der Rahmen für die Vorderseite geleimt. Stecknadeln halten das ganze in Form.
Profis verwenden Klebeband statt der Nadeln, das war mir aber zu pappig.










Gleichzeitig entsteht die Rückwand.










Um die Winkligkeit der Teile beim Zusammenbau zu garantieren, verwende ich diese geniale Lehre.












Die Rückwand ist auch angeleimt,












Während Seitenwände ...













... und Dach entstehen.













Fortsetzung folgt.....

Schaum on Video

Ed Kapuscinski hat übrigens eine kleine Videoserie auf Youtube gesetzt, die einen sehr guten Einblick in die Bearbeitung von Styrodur gibt. Die Gesamtdauer der Filme leigt bei etwa 50 Minuten. Natürlich sind sie in Englisch, aber die Bilder zeigen sehr gut, worum es geht, so dass auch trotz schlechter Zungenfertigkeit ein gewisser Lernerfolg eintreten kann.
Ich hätte die Videos natürlich hier einbetten können, dann wäre die Seite aber nie fertg geworden mit Laden.

Ausserdem würdet ihr dann Ed's absolut sehenswerte Website verpassen.

... und zum Dritten

Mit Fliegengitter und Gips kann man also herrlich fliessende Landschaften darstellen. Aber was tut man für schroffe Felsen?
Dafür nimmt man Styrodur ... und wenn man das nicht kriegt? - Styropor!
Wenn man das Zeug zerkrümelt, gibt das eine hervorragende Basis für eine Landschaft (kann aber auch eine hervorragende Sauerei geben - Staubsauger bereit halten!)

Hier mal am Beispiel eines Dioramas, das ich zwischendrin gebaut hatte.

Styroporlandschaft


Und so sieht das ganze nach Begipsen, Bemalen und Begrünen aus:
Zum Kleben verwendet man lösungsmittelfreien Leim. Unser Elmer's leistet da hervorragfende Dienste. In Deutschland wird es wohl der venerable Ponal sein.
Die Oberfläche wurde mit Gips und Fertigspachtel bearbeitet. Für grössere Löcher mischte ich ich (unbenutztes!) Klopapier in den Gips. Bemalt wurde das Diorama mit simplen Acrylfarben (dazu mehr später).

Aber es gibt noch einen anderen Weg, leichtgewichtige Felsen zu bauen: Im Floristenbedarf oder Bastelladen gibt es Floristenschaum in Klötzen. Aber Preise vergleichen: In der Plastikblumenabteilung unseres Supermarktes zahlte ich einsfuffzich dafür, die Floristin wollte 6 Dollar das Stück haben!
Diese Klötze lassen sich mit den einfachsten Mitteln bearbeiten: Zum Schneiden nimmt man Küchenmesser, Laubsäge, Metallsäge, ... Details kann man herausarbeiten mit Schraubenzieher, Lineal, Messer, Fingernägeln,..... Geklebt wird wieder mit Holzleim.
So sieht das dann zu Anfang aus:
Und hier nachdem die erste Gipsschicht aufgepinselt worden war.

Links an der Brücke wurden kleine Schnipsel eingearbeitet. Das sieht dann später schön felsig aus. Überhaupt lässt sich das Zeug hervorragend recyclen: Schnipsel dienen als Füllstücke woanders, und das Sägemehl lässt sich hervorragend mit Streugras mischen .... also nix umkommen lassen.

Schaumschlägerei, die zweite

Eigentlich mehr ein Addendum zur vorherigen Story: Bei kleineren Fächen verwende ich kein Fliegengitter. Vor allem wenn man schlecht rankommt ist es eine Qual mit dem Aluzeug. Statt dessen verklebe ich das Käsetuch mit den Spanten. Nach dem Gipsen wird das stabil genug.

Sonntag, 28. Oktober 2007

Schaumschlägerei

Was da im letzten Bericht aussah wie Ausgrabungen römischer Katakomben, sind meine Spanten.
Aber wieso weiss? - Weil's Styropor ist.
Der Rahmen von der ganzen Anlage ist mittlerweile verdammt schwer geworden. Ich wollte anfangen Gewicht zu sparen.
Am Liebsten hätte ich ja mit Dämmschaum gearbeitet. Dämmschaum ist so ziemlich die beste Erfindung seit Schnittbrot. Es ist billig, einfach zu verarbeiten - und leicht. Es hat nur einen Riesen Nachteil: Es ist auf der Insel nicht zu kriegen.
So musste ich mir dann eine Alernative einfallen lassen. Wenn's nicht mt Styrodur geht, dann vielleicht mit Styroform? Naja, nicht so wie geplant. Es liess sich nicht so in Lagen verarbeiten wie Styrodur.
Das Ergebnis meiner Gedanken war eine Zwittermethode: Für sanftere Hügel baute ich Spanten aus Styroform, die dann mit Fliegengitter, Käsetüchern und Gips überzogen wurden.
Das sparte schon Mal einiges Gewicht:
Das Styropor ist von Apfelkisten, mit den Trauben auf die Insel geliefert werden. Das Fliegengitter ist nicht von Faller oder Noch, sondern vom Baumarkt.
Auf dem Holzrahmen kann das Gitter mit dem Tacker befestigt werden. Im Styroform geht das nicht. Hier wurde geklebt. Zuerst mit dem üblichen verdünnten Holzleim - das dauerte allerdings Tage bis zum Trocknen - dann mit Sekundenkleber. Das letztere hat einwandfrei funktioniert. Allerdings sollte man testen!

Dieses System hat ausser der Gewichtsersparnis noch den Riesen Vorteil, dass man keine grosse Werzeugsammlung dazu benötigt. Ein stabiles, scharfes Messer genügt.

Ansonsten natürlich eine kräftige Schere und einen Tacker. Hier würde ich allerdings nicht die Schreibtischausführung nehmen, sondern was g'scheites vom Baumarkt. Lasst euch aber bloss keinen Elektrotacker aufschwatzen. Wenn schon nicht mechanisch, dann zumindest pneumatisch.

Die alte Methode war, Gipsbinden aud das Fligengitter aufzubringen. Diese Gipsbinden von Faller oder Noch werden zu Apothekenpreisen gehandelt, und die ortsansässige Apotheke hat keine rausgerückt (ihr habt in Deutschland wahrscheinlich mehr Glück).
Für Logger's Hill oberhalb der Strasse hatte ich mir die Gipsbinden selbst gemacht aus Mullbinden vom Supermarkt und Gipspulver vo Baumarkt. Das funktionierte zwar, war aber auch nicht gerade ein Eigelb - so, was tun, sprach Zeus, die Götter sind besoffen!
Bei einer wochenendlichen Einkaufstour zeigten die Götter mir ein spottbilliges Produkt: Käsetücher*! Im Sonderangebot! 3qm für einen Dollar! Also, wer da nicht zuschlägt.....

Gegenüber den Gipsbinden änderte ich allerdings die Arbeitsweise. Anstatt den Stoff in Gipspuder zu wälzen und dann in's Wasser zu schmeissen, schnitt ich den Stoff grosszügig zurecht und verteilte ihn grosszügig auf der zu bearbeitenden Fläche. Aus einer Sprühflasche wurde das ganze dann grosszügig mit Wasser eingesprüht, damit es sich grosszügig flachlegt.
Naja, und dann einfach grosszügig mit Gips eingeschmiert. Ich bin immer in Stücken vorgegangen, da Gips in unseren Breitengraden rasend schnell abbindet ....

Nach einem Anstrich mit leberwurstgrauer Acrylfarbe (selbst zusammengemischt!) wäre das ganze dann fertig zum Begrasen ... doch gemach!


*Zum Thema Käsetücher: Ich war erstaunt, zu welchen Preisen dieser Stoff mittlerweile in Deutschland verkauft wird. Aus der Kocherei des Indo Pazifischen Raumes wären diese Tücher gar nicht weg zu denken und müssen deshalb billig sein. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, als dieser Stoff selbst in Deutschland gang und gäbe war, habe ihn sogar selbst getragen in ganz, ganz früher Jugend.

Fortsetzung folgt....

Erst mal neue Gleise

Richtig gelesen: Neue Gleise! Die Pecogleise sind zwar sehr hübsch, aber der Schwellenabstand passt nicht so ganz in's Himbachel Valley. Logische Folge: Man nimmt ein Gleis, das passt - Logisch.
Da gibt es nur zwei: Micro Engineering oder Atlas. Erstere hätte Gleis in C40, letztere haben das grössere Programm, und da das Code 80 schon nicht sooo schlecht war, griff ich dann bei Atlas zu.

Gleichzeitig flog auch die Korkunterlage raus. Sie wurde ersetzt durch Woodland Scenics Gleisbett. Das Zeug ist Klasse. Es ist ein Schaum, der angeblich geräuschdämmend wirkt. Das ist mit mir schnurzegal - wen das bisschen Geräusch eines Zuges in 1:160 stört, der ist wohl noch nie an einem 1:1 Bahndamm gestanden - für mich war wichtig, dass das Zeug spottbillig ist (ungefähr 50 US Cent/Meter), und dass die Kanten abschrägt sind, was das Schottern erleichtert. Ausserdem brauche ich keinen Kork mehr zu schneiden.
Das Gleisbett ist sehr einfach mit verdünntem Holzleim auf die Trasse zu pappen. Leichte Bögen sind da keine Schwierigkeit, da das Material sehr flexibel ist. für engere Kurven kann man es langsweise Teilen. Das Gleis wurde mit Sekundenkleber ins Bett geklebt (vorher testen, ob der Kleber das Material nicht auflöst).
Das Atlasgleis selbst ist ein Traum zu verlegen. Gegenüber dem Pecogleis ist es sehr gechmeidig und biegt sich sehr leicht. Es hält allerdings die Form nicht ganz so gut.
Die Schienen können sehr einfach aus den Kleineisen rutschen. Daher sollte man das Gleis nach Möglichkeit nicht senkrecht halten. Es lässt sich zwar sehr einfach wieder einfädeln und reparieren, ist aber doch vermeidbar.
Aufpassen auch: Peco Flexgleis wird in 3 Fuss Stücken verkauft, Atlas in 30 inch. Ich hatte bei der Bestellung nicht auf den Unterschied geachtet und hatte plötzlich zu wenig Gleis










Wie üblich muss man beim Verlegen des Flexgleises zwei Schwellen abschneiden.
Diese Lücken im Gleis finde ich absolut hässlich. Dem ist aber leicht ab zu helfen: Einfach die ausgeschnittenen Schwellen nicht wegschmeissen.
Man bricht einfach die Kleineisen ab, indem man die Schwellen über etwas Schmirgelpapier zieht, dann kann man sie wieder zurück unter's Gleis schieben. Beim Schottern wird das Ganze dann später fixiert.
Das Weisse auf dem Gleis sind übrigends Kristalle, die vom Sekundenkleber herkommen. Die sind harmlos und verschwanden beim Bemalen der Gleise.
Ja, richtig, ich rang mich durch, die Gleise zu bemalen. Auslöser dafür war Wicht vom Spassbahnerforum. Ich dachte mir, wenn der, oder besser: Seine Frau, das kann, wieso nicht ich?
Obwohl, es nur etwa Zweimeternochwas zum Bemalen waren, weiss ich jetzt, warum ich das nie hatte tun wollen ....
Naja, ich wandte die althergebrachte Methode mit Pinsel unf Acrylfarbe an. Und entweder lags am Pinsel oder der Farbe, aber ich kriegte das Acryl nicht richtig zum Decken. Das einzig richtige, was dabei rauskam, war eine richtige Sauerei. Ich hoffe nur, dass ich beim nächsten Gleisbemalen eine Airbrush zur Verfügung habe.

Was bisher geschah

Während ich mir die Hintergrundgeschichte zur Himbachel Valley RR aus den Fingern saugte, war ich natürlich nicht untätig - im Gegentum: Den Sommer über erlebte die Baustelle einen richtigen Bauboom.

Die rechte Seite der Anlage, Crow Mountain, ist nun eingeggipst, und momentan bin ich gerade dabei, die Landschaft um Maggie's Farm herum zu bauen. Dazu verwendete ich die eine oder andere neue und absolut ungewöhnlich Methode.

So sieht das da jetzt in etwa aus...
Crow Mountain
Logger's Hill und Maggie's Farm


Da ich recht schreibfaul war über Sommer, muss das jetzt alles nachgeholt werden. Viel Spass beim weiteren Lesen.

Samstag, 27. Oktober 2007

Maggie's Farm

Der interessierte Leser wird sich nun natürlich fragen, was aus Maggie's Farm und Maggie's Enkeln wurde.
Das ist eine gute Frage. Kurz vor ihrem Tode rief Maggie die Himbachel Heritage Society in's Leben. Ziel der Gesellschaft war und ist, 250 Jahre Geschichte der Familie und des County Himbachel zu würdigen. James junior war der erste Vorsitzende bis zu seinem eigenen Tod im Jahre 1944. Danach nahm sein Sohn James III über. Der 58 jährige leitet bis heute die Geschicke der Gesellschaft.

James III lebt auf Maggies Farm und bewirtschaftet sie auch mit seinen Kindern, Eloise, Nancy und William. Letzerer ist für Touristenfahrten an Wochenenden Lokführer auf Lok 7.
Eine Rundfahrt zwischen Maggie's Farm, Logger's Camp, Saw Pit Junction und zurück nach Maggie's Farm kostet $1,00; Kinder zwischen 6 und 12 Jahren die Hälfte. Fahrtzeiten sind direkt im Anschluss an den jeweiligen RDC.

Im Farmgebäude ist ein kleines Museum untergebracht, das Samstag und Sonntag von 10 AM bis 5 PM nach Absprache besichtigt werden kann. Der Eintritt ist frei. Anfahrt von Richtung Pittsburgh oder Columbus mit dem RDC. Die Haltestelle ist unterhalb der Farm im früheren Yard zwischen den Tunneln.
Eine Anfahrt im PKW ist nicht erwünscht.

PennCentral erwägt, die Branchline von Saw Pit Junction über Himbachel nach Logger's Peak stillzulegen und abzubauen. Die Himbachel Heritage Society, im Verband mit ortsansässigen Unternehmen, versucht die Branchline zu retten, oder zurückzukaufen, und alte Himbachel Valley Rail Road wieder auferstehen zu lassen.

Wir sind gespannt, was die Zukinft bringen wird.

Freitag, 26. Oktober 2007

1910-heute

Nach James Tod verkaufte Eloise alles Land und zog mit ihren Söhnen zurück nach Boston. John Connor half ihr, das Geld in Fonds für James junior und William anzulegen. Danach zog sich John in's Privatleben zurück. Die HVRR Strecken wurden von der Pennsylvania RR aufgekauft. Einzig die Strecke zwischen Logger's Camp und Pit Saw Junction durfte und darf noch von Lok 7 befahren werden. Die Strecke führte damals wie heute an Maggie's Farm vorbei, wo Maggie bis zu ihrem Tod 1932 am Fenster sass, den Zügen zuschaute und dabei wohl an ihren Sohn dachte.

Heute wird die Strecke von der PennCentral verwaltet. Es sind noch nicht alle Loks und Wagen umgespritzt. So sieht man dann auch noch eine AlCo C-630 in DLG mit dem PRR Keystone auf dem Gleis, oder ein Budd RDC mit NYC Beschriftung verirrt sich für diese Maschinen weit in den Westen. Ab und zu findet sich auch noch eine B&O Geep ein.

1862-1910

Nun könnte der geneigte Leser natürlich dem Glauben verfallen, dass Maggie sich mit den Reichtümern ein feines Leben gönnen würde. Doch weit gefehlt! Sie liess sich am Himbachel Creek, an der Stelle der alten Sägemühle, ein Farmhaus bauen und zog nach dessen Fertigstellung mit James ein, um von dem zu leben, was die Farm erbrachte. Die Geschäfte leitete derweil ein junger Angestellter der Familienanwälte Napp, Troog & Steel. Sein Name war John Connor, und es war das erste Mal in der Firmengeschichte, dass die Geschäfte on jemand geleitet wurden, der nicht zur Familie gehörte.
Er war sogar sehr erfolgreich in seinen Bemühungen: Da wegen des Krieges Kohle gebraucht wurde, liess er Logger's Hill, wie der Berg nun genannt wurde, auch von der Ohio Seite angraben. Eine Bahnlinie wurde von der Mine nach Columbus angelegt. Allerdings wurde sie nicht von der HVRR befahren, sondern an die Baltimore und Ohio Bahnlinie verpachtet. John sah ein, dass dies Umsatz brachte ohne die Kosten eines eigenen Betriebes.
Logger's Hill war 1863 durchstossen. Wieder wurde aus der Kohlenmine ein Tunnel gemacht. Damit war eine direkte Verbindung von Columbus nach Pittsburgh geschaffen. Da die HVRR Lokomotiven für diese Strecke nicht mehr konkurrenzfähig waren, verpachtete John die gesamte Linie and die B&O. John war definitiv kein Eisenbahner, aber ein sehr erfolgreicher Geschäftsmann. Bis zum Ende des Krieges hatte sich die neue Bahnlinie schon amortisiert. B&O, Pennsylvania RR und New York Central kämpften, HVRR kaufen zu dürfen - Die Linie war eine wichtige Verbindung zwischen den Häfen im Osten, den Kohlegebieten in Virginia und Pennsylvanien, sowie den Schlachthäusern und Stahlwerken im mittleren Westen - John wehrte alle Übernahmeangebote ab und verkaufte stattdessen Nutzungsrechte. dies war so einträglich, dass die HVRR den Betrieb auf der Hauptbahn einstellen und nur die Nebenbahn den Crow Mountain hinauf zu führen brauchte. Schliesslich waren da oben noch einige Betriebe angesiedelt. Saw Pit Junction wurde zum Yard ausgebaut.
James wuchs nun also auf Maggie's Farm auf. Maggie versuchte, ihm eine Erziehung zu geben, die das Farmleben ebenso beinhaltete wie das Geschäftsleben. Allerdings brachte die Nähe zur Bahnlinie, dass James, nach alter Familientradition, schon in früher Jugend in die Eisenbahn vernarrt war. Freindliche Lokführer nahmen ihn auf dem Führerstand mit nach Saw Pit Junction, wo er auf dem Yard herumlungerte, um dann spater mit dem Gegenzug nach Hause zu fahren.
so war es nur normal, dass er später auf dem Massachusetts Institute of Technology in Cambridge endete, wo er ein Ingenieursstudium absolvierte. Nach dem Studium kehrte er allerdings nicht sofort nach Himbachel zurück sondern heuerte 1884 bei Baldwin Locomotive Works in Philadelphia an.
Erst 1890 kam er zurück nach Himbachel. Er hatte mittlerweile Eloise Stoner geheiratet, die ihm zwei Kinder gebar: James junior 1887 und William 1889. Sie bauten ein neues Haus auf der Spitze von Logger's Hill. Hier plante er dann auch, was Himbachel Valley Valley und die HVRR bis heute berühmt mache: Das Himbachel Viaduct.
Er war einfach zu versessen darauf, vor seiner Haustüre eine Bahnlinie zu haben. Daher musste er eine Verbindung schaffen zwischen Crow Mountain Yard und Logger's Peak. Diese Verbindung war ein 250 Meter langes und 40 Meter hohes Sandstein Viadukt mit 10 Bögen.
Obwohl Himbachel Valley James gehörte, führte John Connor noch stets die Geschäfte. Für John war das geplante Vorhaben nichts anderes als eine Geldverschwendung - der Spleen eines Millionärs. Daher musste das Bauwerk so billig wie möglich geabaut werden. Der Sandstein wurde direkt neben der Brücke gebrochen, um Transportkosten zu sparen. die Steinbrüche versorgten dann allerfdings auch die Umgebung mit Bruchsteinen, was half das Projekt
wenigstens teilweise zu finanzieren.

Die Brücke war 1905 fertiggestellt. Zur Feier des Ereignisses kaufte James die letzte Lokomotive der HVRR. Es ist eine B-Kuppler von Kraus und Maffei in Deutschland hergestellt. Da James zuvor bei Baldwin gearbeitet hatte, hätte man vermuten können, dass er eine Lok in Philadelphia kaufen würde. Wieso er ein Lok in Deutschland bestellte, blieb für imme sein Geheimnis. Böse Zungen jedoch behaupten, dass die deutsche Lok billiger als die amerikanischen war, und dass John Connor ihm nicht mehr zugestanden hatte.
Diese Lok war nicht nur die letzte, sondern auch die einzige. Alle anderen Lokomotiven wurden verschrottet, und der B-Kuppler als Lok 7 (doppelt belegt!) in den Bestand aufgenommen. Sie wurde eingesetzt, um den Nebenstrecken Verkehr zwischen Crow Mountain Yard und Saw Pit Junction abzuwickeln und gleichzeitig das Sägewerk zu bedienen. Letzteres tut sie heute noch: Sie transportiert noch stes Flachwagen mit Baumstämmen von Logger's Camp nch Saw Pit Junction.
Um dem Viadukt einen Sinn zu geben, verlegte er Crow Mountain Yard nach Logger's Peak. Seit der Zeit der Zeit heisst der Crow Mountain Yard schlicht und einfach Himbachel wie die Stadt aussenherum.
Dies alles verschlang Unsummen von Geld, was sich bald rächen sollte. 1908 kam es zum einem Börsencrash. Aktienkurse verloren 50% in kürzester Zeit. Auch die Himbachel Unternehmungen waren davon betroffen. John hatte immense Schwierigkeiten, benötigtes Kapital zu beschaffen. Ein Verkauf der Bahnlinie hätte nichts mehr eingebracht, das PRR, NYC und B&O bereits andere Verkehrsadern hatten. Die Industrie in Himbachel war auch noch weiter zurückgegangen. Der einzige Verkehr waren zwei gemischte Züge am Tag, um Pendler und ein paar Boxcars zu bringen.
Eine alte Eisenbahnerweisheit sagt, dass eine leerer Yard eine erfolgreicher Yard sei, aber James sah von seinem Fenster aus täglich einen Yard ohne jeglichen Verkehr. 1910 erhängte er sich.

Samstag, 22. September 2007

1820-1862

Die erste Bahnlinie sollte allerdings nicht all zu lang sein. Etwa 500 Meter waren alle, was man sich erlauben konnte. Die Linie hatte ihren Anfang im Stollen, wo Kohle aufgeladen wurde, die dann nach zum Himbachel Creek transportiert wurde. Dort war eine Verladung auf Ochsenkarren, die dann den Bach entlang zum Ohio River gingen. Dort wurde die Kohle dann wiederum auf Schiffe verladen.
Das war natürlich äusserst umständlich, doch die Idee, die Bahnlinie entlang dem Bach zu führen, scheiterte am schwierigen Terrain. Für die drei Himbachels war es wichtig, überhaupt eine Bahn zu haben.
1822 wurde eine dampfbetriebene Entlüftung in den Schacht gebaut. Somit konnte man auch die Bahnlinie weiter vorantreiben, und zudem Förderbänder in die Seitenstollen installieren. Diese Bänder luden die Kohle direkt in die Waggons. Das machte einen Teil der Belegschaft und vor allem die Grubenponies überflüssig. Die Kosten sanken, Profite stiegen.
1825 war es endlich soweit: Crow Mountain war durchstossen. Man hatte endlich einen Tunnel aus dem Tal hinaus. Damit war es möglich die Bahnlinie direkt bis an den Ohio River zu legen. Pittsburgh lechzte nach Kohle, und die Himbachels waren die schnellsten zu liefern.
Aber nicht nur Kohle, nein auch Mehl, Getreide, Vieh und vor allem Holz konnte nun einfacher transportiert werden. Die Verladestation lag hinter dem Bach, der, damals wie heute, von einer Bohlenbrücke überspannt wurde. An dieser Stelle steht heute das alte PRR Wartehäuschen. Die Brücke war eigentlich nicht notwendig gewesen und wurde eigentlich nur aus Stolz auf's Ingenieurstum heraus gebaut.
Im gleichen Jahr hatte Max Louise McCormick, die Tochter eines Pittsburgher Stahlbarons, geheiratet. Dieser Ehe entsprangen 3 Töchter (Elsie, 1827; Margareth, 1828; Bethe, 1831), sowie William II 1834. Louise verstarb kurz nach Williams Geburt.
George blieb zeitlebens Junggeselle, aber wohl nicht kinderlos, wenn man Gerüchten vertrauen durfte.
Da um 1835 herum Logging Mountain und Crow Mountain abgeholzt waren, baute man eine dampfgetriebene Sägemühle mit Bahnanschluss auf die andere Seite des Tunnels. Damit war man um einiges näher an den Holzfällercamps. Auf dem Fundament der Mühle steht auch die heutige. Nur die Bahnanlagen wurden irgendwann erneuert.
Zwei Jahre später baute man eine Linei, die sich den Flanken des Crow Mountains entland nach oben zog. Sie diente zu Beginn hauptsächlich dem Holztransport und der Versorgung der Holzfäller, doch bauten Max und George auf dem Hochplateau kleinere Manufakturen auf, für die eine Bahnverbindung von äusserstem Vorteil war. Auf dem Plateau war Platz, den man in den Tälern nicht hatte.
Zwischenzeitlich wurde auch der Weg zum Ohio durch das Tal verbessert. Die Strasse existiert heute noch, wenn auch besser ausgebaut und teilweise asphaltiert.
1840 verstarb William Senior im fast biblischen Alter von 77 Jahren. Er hinterliess seinen Söhnen nicht nur das Land seines Vaters, sondern auch Geschäftsanteile in fast jeder grösseren Stahlmühle der USA. Max und Geaorge waren unermesslich reich.
Und diesen Reichtum steckten sie in ihre Eisenbahn. 1841 begannen sie, entlang dem Ohio River Richtung Pittsburgh Land aufzukaufen. Sie waren der Meinung, dass die Bahn Güter schneller und sicherer transportieren konnte als die Boote und Schiffe, die bisher verwendet wurden.
1843 wurde mit dem Bau beginnen, 1846 war Pittsburgh erreicht, und die Himbächel Valley Rail Road (HVRR) offiziell gechartert. Immense Erdbewegungen kosteten Unsummen. Max und George hatten sich gewaltig verkalkuliert, und der Bau kostete etwa doppelt so viel wie geplant. Erschwerend kam hinzu, dass die Brüder hofften, ihre eigenen Lokomotiven auch an andere Bahnverwaltungen verkaufen zu können. Doch waren Importe aus England billiger und zuverlässiger als die Himbachel. So blieb es bei den fünf Maschinen, die für die eigene Linie gebaut worden waren. Die Lokomotivfabrik wurde geschlossen. Es blieben nur einige wenige Arbeiter zurück, die die Lokomotiven auf Plateau Yard warteten und gegebenenfalls Ersatzteile anfertigten.
Plateau Yard war schon 1839 entstanden. Da in den Bergen mehr Platz war als im Tal, wurden alle Himbachel Betriebe nach und nach nach oben verlegt. Auch das verschlang jede Menge Geld.
Max verstarb 1850. George war nun alleiniger Teilhaber des Konzerns, bis Billy (wie William II genannt wurde) volljährig war. Allerdings war zu der Zeit bereits etwas Ebbe in der Kasse. Die hohen Kosten für den Bahnbau und die Fabrikneubauten hatten die Brüder gezwungen, einige ihrer Stahlanteile zu verkaufen. Die Hoffnung, dass andere Unternehmer entlang der Bahnlinie Betriebe ansiedelten, die dann die HVRR zum Transport ihrer Waren heranzögen, erfüllte sich nicht. Die Industrie konzentrierte sich auf Pittsburgh, Chicago und Columbus. Himbachel Valley versank in Unbedeutsamkeit.
Zu allem Elend waren dann 1852 die Kohlenvorräte im Crow Mountain versiegt. Damit blieben nur die Holzwirtschaft, Ackerbau und Viehzucht und ein paar Stahlanteile, die der Familie Geld einbrachten. Glücklicherweise konnten Elsie und Margareth einigermassen gewinnbringend verheiratet werden. Elsie heiratete einen Plantagenbesitzer in Virginia, und beide kamen währed des Bürgerkrieges um. Margareth heiratete einen Texaner, der später viel Geld mit Öl machen sollte. Allerdings nahm er es mit der ehelichen Treue nicht so Ernst, bis Margareth ihn, eine Geliebte und dann sich selbst erschoss. Margareth hinterliess einen Sohn, der mehr an Öl intersssiert war, denn an Kohle und jegliche Verlockungen, nach Pennsylvania zu ziehen ausschlug. George und Billy hätten die Öl millionen gebrauchen können.
Aus Verzweiflung begann George 1854, einen Schacht in den Logger's Mountain schlagen zu lassen, und sofort wurde Kohle gefunden - mehr Kohle als es je im Crow Mountain gab.
Frisches Geld sprudelte herein. Allerdings zeigten sich die Himbachel Lokomotiven als zu schwach, um die nun schwereren Kohlenzüge zu schleppen. Daher kaufte man für 10.000 Dollar eine Baldwin Six-Wheels. Diese Lokomotive hatte genügend Kraft, die Züge nach Pittsburgh zu schleppen.Im Jahr darauf kam eine zweite Baldwin dazu. Die Himbachel Loks wurden nur noch für den Minenverkehr oder Holztransport zwischen Saw Pit Junction und Plateau Yard benutzt. Zwei wurden ausgemustert und als Ersatzteilträger verwandt. Immerhin waren die Maschinen schon fast 40 Jahre alt.

1858 kam es zu einem tragischen Unfall, bei dem Bethe und ihr Onkel George ums Leben kamen. Billy war alleiniger Herr über Himbächel Valley. Jose, sein texanischer Vetter schlug die Erbschaft ab. Er schwamm in Öl.

Billy heiratete die erst 16-jährige Maggie Swanson im Herbst 1860. Über ihre Herkunft ist nicht viel bekannt. Sie soll die Tochter eines von Billy's Arbeitern gewesen sein. Es wird gemunkelt, dass die Hochzeit mit Billy's kurz zuvor gebrochener Nase zu tun hatte. Jedenfalls gebar Maggie ihr erstes Kind zwei Tage nach Weihnacht 1860. Allerdings erlag der Säugling nach wenigen Tagen des Kindbettfiebers. Im Frühjahr 1862 wurde James geboren.
Dies war auch Billy's Todesjahr. Obwohl sich die Himbachels bisher aus jedem Krieg herausgehalten hatten und äusserst neutral mit jeweils beiden Seiten Handel trieben, wurde Billy von der Unionsregierung gebeten als Transportgutachter zu fungieren. Seine Aufgabe war es, Lokomotiven für die Regierung zu beschaffen. Natürlich dachte er sofort daran, seine alten Himbachels zu versilbern. Er wollte die Regierung von der Qualität seiner alten Loks überzeugen, indem er sie selbst nach Washington überführte. Auf dem Weg explodierte der Kessel von Nummer 3, auf deren Führerstand Billy sass.
Er hinterliess seinem Neugeborenen das gesamte Familienvermögen.

Freitag, 21. September 2007

Himbachel Valley 1765- 1820

Wie Joseph zu dem Land kam, und wo die Besitzurkunde herkam, wurde nie öffentlich erörtert. Manche sagen, er hätte das land von der Ohio River Company gekauft, andere sagen, er habe das Land, in alter Familientradition, durch Betrug erworben. wie es auch sei, Joseph besass etwa 2000 Quadratkilometer urbaren Landes im Grenzgebiet zwischen Ohio und Pennsylvania.
Er führte ein ruhiges Leben in seinem Tal. Der Grenzstreit zwischen Virginia und Pennsylvania ging ihn nichts an, da er mittlerweile sein Geld aus der Ohio River Company herausgezogen hatte.
Allerdings war es ihm wichtig, dass Frieden in der Region herrschte. Er hatte nämlich sehr früh erkannt, dass nach Ende des Siebenjährigen Krieges der Drang nach Westen nicht mehr aufzuhalten war. Pittsburgh baute Boote für Siedler, die über den Ohio River nach Westen gelangen wollten. Und für Boote braucht man Holz.
Wo heute das Viadukt das Tal überspannt, stand 1768 die erste mechanische Sägemühle, an Stelle des modernen Farmhauses. Joseph erkannte zurecht, dass er mehr Profit machen konnte, wenn er sein Holz fertig zugeschnitten verkaufen könne.
Das Holz musste damals noch mühsam per Ochsengespanne aus den Wäldern geschleppt werden. Fertige Bretter wurden per Pferdefuhrwerk bis zum Ohio transportiert, wo sie dann von Booten übernommen wurden. Himbachel Creek war für Transportzwecke nicht geeignet. Der Bach hatte sogar manchmal noch nicht einmal genügend Wasser für die Sägemühle. Erst William konnte später Staustufen bauen.
Doch neben der Holzwirtschaft betrieb Joseph noch Ackerbau. Die Gegend war fruchtbar, und wo immer Bäume gerodet wurden, wurde das Land in Ackerfläche umgewandelt. Auch hier konnte Joseph seine Profite maximieren, da er nicht nur Saatgut und Futtergetreide, sondern auch Mehl verkaufte.
An der amerikanischen Revolution verdiente er, indem er an beide Seiten lieferte, genug, um William 1781 nach England zum Studium zu schicken.
Dies sollte Himbachel Valley für immer verändern. William sollte eigentlich Kaufmann werden, doch sah er in einem Bergwerke ein Dampfmaschine. Sofort warf er sein kaufmännisches Studium über den Haufen. Er zog von London nach Berlin, wo er in der Preussischen Akademie der Wissenschaften unterkam und mithalf, die erste Dampfmaschine auf deutschem Boden zu bauen, die 1785 öffentlich vorgestellt wurde.
Als William 1788 nach Himbachel Valley zurückkehrte, brachte er nicht nur Pläne für seine eigene Dampfmaschine mit, sondern auch seine junge Braut, Cecilie von Falkenrath, die Tochter eines Preussischen Offiziers, mit der er drei Kinder haben sollte.
Inzwischen hatte Joseph Kohle entdeckt. Der Flötz befand sich direkt unterhalb der Mühle im Crow Mountain. Der Stollen existiert noch heute, dient aber der Bahn als Tunnel. auch hier hatte Jospeph wieder ein goldenes Händchen: Er produzierte sein eigenes Grubenholz, er züchtete seine eigenen Grubenponies, und schlussendlich grub er sich durch Crow Mountain, was den Transportweg nach Pittsburgh verkürzte.
Von Williams Spinnereien mit Dampfmaschinen war Joseph nicht begeistert. Besonders da William versuchte, die Sägerei auf Dampf umzustellen und dabei beschämt feststellen musste, dass selbst der eher pathetische Himbachel Creek mehr Energie lieferte als die Dampfmaschine. Allerdings war die Maschine für die Entwässerung der Stollen im Crow Mountain unentbehrlich. William experimentierte sogar mit einem primitiven Dampfbagger. Doch waren diese Versuche nicht von Erfolg gekrönt, wegen des niedrigen Wirkungsgrades der Maschine.
1790 wurde Maximiliane geboren. Sie sollte später den Kubanischen Zuckermangnaten Juan de Baccardi heiraten. Der Zweig der Familie starb allerdings 1898 während der amerikanischen Befreiung Kubas aus.
Ein Jahr später sah Max das Licht der Welt. Gefolgt von George 1793. Diese beiden sollten später einen grossen Einfluss auf die weitere Entwicklung des Tales haben.
1794 verstarb Joseph an den Folgen eines Schlaganfalles.
Als 31-jähriger übernahm nun William die Geschäfte seines Vaters. als Ingenieur kam es ihm vor allem darauf an Dinge zu optimieren. Produktion, Transport, Verkauf. Die Dampfmaschine sah er da zurecht als die Lösung der meisten Probleme. Er verbesserte seine Maschinen fast täglich.
1796 konnte er das Sägewerk auf Dampf umstellen. Im gleichen Jahr stattete er versuchsweise zwei Boote mit Dampfmaschinen aus. 1799 liess er Baumstämme mit Hilfe von stationären (donkeys) Dampfmaschinen aus dem Wald ziehen. 1801 hatte er seine erste Manufaktur in Himbachel Creek. Er vorsah eine Zukunft ohne Pferde.
Das Kohlebergwerk florierte, aber in ganz Pennsylvania konnte man nirgends hinspucken, ohne auf Kohle zu treffen. Neue Bergwerke entstanden überall. Diese Bergwerke hatten eine immensen Appetit auf Grubenholz (von Himbachel), Bergleute mussten gefüttert werden (von Himbachel), man brauchet Pferde und Ochsen (von Himbachel), und es gab sogar einige progressive Bergwerkseigner, die Himbachel Dampfmaschinen wollten.
William baute sein Geschäftsgebiet immer weiter aus. Während sein Vater zufrieden war mit dem Grossraum Pittsburgh, machte William Geschäfte mit Ohio, Illinois, Virginia, bis hinunter nach Kentucky und Tennessee. Wo immer Kohle abgebaut wurde, hatte Himbachel & Sons ein Produkt zu bieten.
Was William störte, war, dass transporte noch stets langwierig und teuer waren. Pferde und Ochsen zu langsam, und der Unterhalt frass in die Profite. Er suchte verzweifelt nach Einsatzmöglichkeiten für seine Dampfmaschine.
1810 gingen Max und George nach England. Cecilie hätte sie gerne nach Preussen geschickt zum Studium, doch William fand, dass England technisch fortgeschrittener sei.
1812 erhielt er einen Brief von seinen begeisterten Söhnen. sie waren Zeugen bei der Vorführung der Middleton Schmalspurbahn. Das faszinierende an dieser Bahn war, dass die Wagen nicht von Pferden gezogen wurden, sondern von einer dampfgetriebenen Lokomotive, die mittels eines Zahnrades, das auf eine Zahnstange wirkte, betrieben wurde.
William war fasziniert, dachte aber dass eine Zahnradbahn wohl eher nicht die Zukunft war. Und richtig: ein Jahr später berichteten Max und George von Puffing Billy.
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William konnte es nicht glauben. Sofort setzte er sich daran, seine eigene Lokomotive zu entwerfen. Es sollte allerdings einige Jahre dauern, bis er soweit war - trotz der Mithilfe seiner Söhne, die zwischenzeitlich zurückgekehrt waren. Als er 1820 seine erste Lokomotive einsatzbereit hatte, war Eisenbahn in den USA kein Novum mehr.
Das störte die Himbachels aber nicht. Sie machten sich daran, ihre eigene Bahnlinie zu bauen.

Fortsetzung folgt.....

Die Geschichte von Himbachel Valley, PA

Unsere Geschichte beginnt im späten 17. Jahrhundert des Odenwaldes. Irgendwo tief in diesen Wäldern, zwischen Höllgrund, Reisenbach und Mülben, lag einst ein Dorf. Den Namen des Dorfes habe ich längst vergessen, doch sah ich einst auf Wanderungen die Ruinen. Der Odenwald war eigentlich schon immer eine eher arme Gegend. Das betraf insbesondere die Bewohner dieses Dorfes. Um ihr Auskommen zu finden griffen sie zu Methoden, die die heutige Regierung anwendet: Strassenraub und Halsabschneiderei.
Für die Bewohner der umliegenden Dörfer war solche Nachbarschaft naturlich nicht angenehm, so griff man im Jahre 1702 zu Sensen, Heugabeln und Fackeln und brannte das Dorf nieder. Die Strassenräuber und Halsabschneider flohen in alle Richtungen.
Einer der flüchtenden was Johann Himbächel. Es ist nicht bekannt, ob er zu den Strassenräubern oder den Halsabschneidern gehörte. Jedenfalls war er als nächstes in der Pfalz gesehen, wo er sich als Söldner im Spanischen Erbfolge Krieg auf wechselnden Seiten verdingte. Der Krieg ging nicht gut für ihn, so war er gezwungen, mit tausenden anderer Pfälzer nach Rotterdam zu flüchten. Auf dieser Flucht lernte er Anna Holzer kennen und heiratete sie in Rotterdam. 1710 segelte er über London nach Amerika. Königin Anne hatte 7000 Pfälzer Fluchtlingen Assyl in Amerika oder Irland gewährt.
Johann und Anna kamen nach New York. Um die Reisekosten aufzubringen, hatte Johann sich versklavt. Er teerte Kriegsschiffe der Britischen Marine. Hier in New York wurde 1711 auch sein erster Sohn, Wilhelm, geboren. 1712 kamm Johann bei einem Werftunfall ums Leben. Anna und Wilhelm blieben in New York unter erbärmlichsten Verhältnissen, bis sie von einem entfernten Verwandten in Tulpehocken aufgenommen wurden.
Doch starben diese Verwandten auch bald, und der junge Wilhelm trat gezwungenermassen in die beruflichen Fussstapfen seines Vaters: Er verdingte sich als Strassenräuber und Halsabschneider. Insbesondere als auch Anna 1725 ihrem Schöpfer gegenüber zu treten hatte.
Um einer Verhaftung zu entgehen floh Wilhelm von Tulpehocken nach Germantown. Dort heiratete er Bettsy Smith. Sie gebar ihm 1730 einen Sohn, Joseph. Joseph sollte bis 1742 noch 4 Schwestern und einen Bruder bekommen. Wilhelm hatte derweil seine diebischen Künste eine andere Richtung gelenkt: Er hatte 1738 ein kleines Handelskantor eröffnet. Als Joseph 16 Jahre alt war, schickte sein Vater ihn an den Ohio River, um mit den französischen Fallenstellern Geschäfte zu betreiben.
Joseph kam gerade rechtzeitig, um 1747 den ersten Krieg zwischen England und Frankreich um den Ohio zwischen England und Frankreich mitzuerleben. Der Krieg endete damit, dass England Zugang zu Mississippi und Ohio River hatte. Im selben Jahr wurde die Ohio River Company gegründet, und Joseph investierte sein Geld in diese Handels- und Immobiliengesellschaft.
Im gleichen Jahr wurden sein Vater und sein Bruder wegen Diebstahl und Betruges verhaftet und hingerichtet. Seine Mutter konnte die Schmach nicht ertragen und erhängte sich. Über die Schwestern ward nichts mehr vernommen.
Da gleichzeitig auch das Familienkapital konfisziert worden war, war Josephs
Investition in die Ohio Co. natürlich ein Glücksgriff. Miut 20 Jahren hatte er schon grosse Profite eingesammelt. Allerdings kam es 1754 zu einem weiteren Krieg zwischen Frankreich und England. Joseph sah sich gezwungen, sich in der Nähe von Fort Pitt nieder zu lassen.
In der Nachbarschaft dieses Forts entwickelte sich Pittsborough, wie es ab 1759 offiziell hiess.
Trotz, oder vielleicht besser wegen, des Krieges liefen Geschäfte für Joseph hervorragend. 1762 ehelichte er die Tochter eines Geschäftsfreundes, Emily White, die ihm 1763 William gebar.
Allerdings war dieses Glück nur von kurzer Dauer. 1763 griffen die Indianer unter Pontiac Pittsburg an und schlachteteten die Hälfte der Bürger ab. Eines der Opfer war Emily Himbachel. Joseph konnte glücklicherweise mit William ins Fort, das nach der Schlachterei in Pittsburgh von den Indianern belagert wurde, flüchten. Er hatte so ziemlich alle Besitztümer verloren, doch kam er mit dem Leben davon.
Ziel der Indianer war es gewesen, den Weissen Mann zurück zurück über die Appalachen nach Osten zu verdrängen. Sie waren dabei sogar recht erfolgreich. Nur drei Grenzforts hielten den Angriffen statt. Doch am Ende musste Pontiac im nach drei Monaten im August die Belagerung aufgeben und sich selbst zurückziehen.

Nach dem Ende der Feindseligkeiten zog Joseph mit seinem Sohn und einer Amme den Ohio River entlang, bis er ein Tal fand, das ihm eine neue Zukunft bot - Himbachel Valley.

Fortsetzung folgt....

Change of Mind

Module sind interessant, wenn man in einer Gruppe arbeitet. Ist man alleine, ist das schon eine Riesen Schufterei zig Module aufzubauen und auszurichten. Zwei Stunden Aufbau für eine Stunde Spielspass war mir den Aufwand nicht wert. Draussen stehen lassen konnte ich es dann auch nicht wegen der Feuchtigkeit und der Katzen. Ausserdem herrscht in der Nachbarschaft in letzter Zeit ein etwas seltsames Verständnis für den Begriff "Privateigentum".
Zudem wollte die Gemahlin die Anlage im Wohnzimmer haben.
Also dat Janze wieder umgeschmissen. Es soll jetzt eine fest aufgebaute Anlage sein, die aus fünf Segmenten besteht. Die Brücke ist nach wie vor Mittelpunkt der Anlage. Aussenherum sitzen dann 4 Segmente in 2 Etagen. Vor die Brücke wurde ein 20cm breiter Streifen gesetzt, der die beiden Portale des Krähbergs darstellen soll. Das Ganze wurde nur umgedreht, Es sind jetzt zwei Tunnel.Zur gleichen Zeit blätterte ich im Walthers Katalog herum, um Material herauszusuchen. Und je mehr ich in diesem Katalog - Walthers nennt es nicht zu Unrecht das N-Spur Referenzbuch - herumblätterte, desto mehr verguckte ich mich in amerikanische Häusermodelle aus LASER-geschnittenem Holz. Der Zuckerfachwerk Stil von Faller und Co. ging mir immer mehr auf den Senkel. Ich verguckte mich mehr und mehr in US Diesel. 40" Boxcars waren auf einmal gar nicht mehr so hässlich. Und die Preise: Hervorragend laufende Lokomotiven mit guter Detailierung zu Wagenpreisen!
Der geneigt Leser kann sich denken, was folgt - das Himbächel Viadukt bei Hetzbach im Odenwald wurde kurzerhand nach Himbachel Valley, PA in den Appalachen verlegt.

Die Hintergrundgeschichte dazu folgt ....