Er war sogar sehr erfolgreich in seinen Bemühungen: Da wegen des Krieges Kohle gebraucht wurde, liess er Logger's Hill, wie der Berg nun genannt wurde, auch von der Ohio Seite angraben. Eine Bahnlinie wurde von der Mine nach Columbus angelegt. Allerdings wurde sie nicht von der HVRR befahren, sondern an die Baltimore und Ohio Bahnlinie verpachtet. John sah ein, dass dies Umsatz brachte ohne die Kosten eines eigenen Betriebes.
Logger's Hill war 1863 durchstossen. Wieder wurde aus der Kohlenmine ein Tunnel gemacht. Damit war eine direkte Verbindung von Columbus nach Pittsburgh geschaffen. Da die HVRR Lokomotiven für diese Strecke nicht mehr konkurrenzfähig waren, verpachtete John die gesamte Linie and die B&O. John war definitiv kein Eisenbahner, aber ein sehr erfolgreicher Geschäftsmann. Bis zum Ende des Krieges hatte sich die neue Bahnlinie schon amortisiert. B&O, Pennsylvania RR und New York Central kämpften, HVRR kaufen zu dürfen - Die Linie war eine wichtige Verbindung zwischen den Häfen im Osten, den Kohlegebieten in Virginia und Pennsylvanien, sowie den Schlachthäusern und Stahlwerken im mittleren Westen - John wehrte alle Übernahmeangebote ab und verkaufte stattdessen Nutzungsrechte. dies war so einträglich, dass die HVRR den Betrieb auf der Hauptbahn einstellen und nur die Nebenbahn den Crow Mountain hinauf zu führen brauchte. Schliesslich waren da oben noch einige Betriebe angesiedelt. Saw Pit Junction wurde zum Yard ausgebaut.
James wuchs nun also auf Maggie's Farm auf. Maggie versuchte, ihm eine Erziehung zu geben, die das Farmleben ebenso beinhaltete wie das Geschäftsleben. Allerdings brachte die Nähe zur Bahnlinie, dass James, nach alter Familientradition, schon in früher Jugend in die Eisenbahn vernarrt war. Freindliche Lokführer nahmen ihn auf dem Führerstand mit nach Saw Pit Junction, wo er auf dem Yard herumlungerte, um dann spater mit dem Gegenzug nach Hause zu fahren.
so war es nur normal, dass er später auf dem Massachusetts Institute of Technology in Cambridge endete, wo er ein Ingenieursstudium absolvierte. Nach dem Studium kehrte er allerdings nicht sofort nach Himbachel zurück sondern heuerte 1884 bei Baldwin Locomotive Works in Philadelphia an.

Erst 1890 kam er zurück nach Himbachel. Er hatte mittlerweile Eloise Stoner geheiratet, die ihm zwei Kinder gebar: James junior 1887 und William 1889. Sie bauten ein neues Haus auf der Spitze von Logger's Hill. Hier plante er dann auch, was Himbachel Valley Valley und die HVRR bis heute berühmt mache: Das Himbachel Viaduct.
Er war einfach zu versessen darauf, vor seiner Haustüre eine Bahnlinie zu haben. Daher musste er eine Verbindung schaffen zwischen Crow Mountain Yard und Logger's Peak. Diese Verbindung war ein 250 Meter langes und 40 Meter hohes Sandstein Viadukt mit 10 Bögen.
Obwohl Himbachel Valley James gehörte, führte John Connor noch stets die Geschäfte. Für John war das geplante Vorhaben nichts anderes als eine Geldverschwendung - der Spleen eines Millionärs. Daher musste das Bauwerk so billig wie möglich geabaut werden. Der Sandstein wurde direkt neben der Brücke gebrochen, um Transportkosten zu sparen. die Steinbrüche versorgten dann allerfdings auch die Umgebung mit Bruchsteinen, was half das Projekt
wenigstens teilweise zu finanzieren.
Die Brücke war 1905 fertiggestellt. Zur Feier des Ereignisses kaufte James die letzte Lokomotive der HVRR. Es ist eine B-Kuppler von Kraus und Maffei in Deutschland hergestellt. Da James zuvor bei Baldwin gearbeitet hatte, hätte man vermuten können, dass er eine Lok in Philadelphia kaufen würde. Wieso er ein Lok in Deutschland bestellte, blieb für imme sein Geheimnis. Böse Zungen jedoch behaupten, dass die deutsche Lok billiger als die amerikanischen war, und dass John Connor ihm nicht mehr zugestanden hatte.
Diese Lok war nicht nur die letzte, sondern auch die einzige. Alle anderen Lokomotiven wurden verschrottet, und der B-Kuppler als Lok 7 (doppelt belegt!) in den Bestand aufgenommen. Sie wurde eingesetzt, um den Nebenstrecken Verkehr zwischen Crow Mountain Yard und Saw Pit Junction abzuwickeln und gleichzeitig das Sägewerk zu bedienen. Letzteres tut sie heute noch: Sie transportiert noch stes Flachwagen mit Baumstämmen von Logger's Camp nch Saw Pit Junction.Um dem Viadukt einen Sinn zu geben, verlegte er Crow Mountain Yard nach Logger's Peak. Seit der Zeit der Zeit heisst der Crow Mountain Yard schlicht und einfach Himbachel wie die Stadt aussenherum.
Dies alles verschlang Unsummen von Geld, was sich bald rächen sollte. 1908 kam es zum einem Börsencrash. Aktienkurse verloren 50% in kürzester Zeit. Auch die Himbachel Unternehmungen waren davon betroffen. John hatte immense Schwierigkeiten, benötigtes Kapital zu beschaffen. Ein Verkauf der Bahnlinie hätte nichts mehr eingebracht, das PRR, NYC und B&O bereits andere Verkehrsadern hatten. Die Industrie in Himbachel war auch noch weiter zurückgegangen. Der einzige Verkehr waren zwei gemischte Züge am Tag, um Pendler und ein paar Boxcars zu bringen.
Eine alte Eisenbahnerweisheit sagt, dass eine leerer Yard eine erfolgreicher Yard sei, aber James sah von seinem Fenster aus täglich einen Yard ohne jeglichen Verkehr. 1910 erhängte er sich.
1 Kommentar:
Claus,
der Link "Spur-n Landschaftsbau mit Spass" (unterster in der Liste"interessante (finde ich!) links") führt zu dem alten Server ---> Link bitte aktualisieren
Bernd.
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